Astronomie: Teleskopsteuerung über ASCOM Green Swamp Server

Gehört zu: Teleskopsteuerung mit ASCOM
Siehe auch: ASCOM , Skywatcher HEQ5 Pro, ComputerAstrobaer, EQMOD, Synscan App
Benutzt: Fotos von pCloud

Stand: 16.12.2022

Steuerung der Montierung HEQ5 Pro mit GSS

Um meine Montierung Skywatcher HEQ5 Pro statt über die Handbox zu steuern, möchte ich auch die Möglichkeit haben, die Steuerung über meinen Windows-Computer vorzunehmen.

Damit soll nicht einfach die Handbox durch den Computer ersetzt werden, sondern bestimmte Astro-Software (z.B. Cartes du Ciel, APT, SharpCap, PHD2 Guiding, N.I.N.A.) , die auf meinem Computer läuft, kann dann direkt die Montierung steuern und ggf. auch weitere Geräte, die per ASCOM an den Computer angeschlossen sind (z.B. Kamera, Motor-Fokusser,…)

Wenn ich meine gesammten Astro-Gerätschaften per Computer steuern kann, ist letztlich auch eine Remote-Steuerung möglich. Zur Teleskopsteuerung per Windows-Computer benötige ich die Software ASCOM-Platform und auf Basis dieser Platform einen ASCOM-Treiber für meine Montierung Skywatcher HEQ5 Pro.

Für meine Montierung HEQ5 Pro gibt es eine Reihe von verschiedenen ASCOM-Treibern:

  • Vom Hersteller: SynScan App (war ursprünglich sehr schlicht)
  • Als klassische Alternative das Open Source Projekt EQMOD
  • Die neuere Alternative das Open Source Projekt Green Swamp Server “GSS”

GSS ist ein moderner ASCOM-Treiber (moderner als EQMOD) mit mehr zeitgemäßer Benutzeroberfläche.

EQMOD hat zusätzlich ein Alignment-Model, was ich aber nicht brauche, weil ich Platesolving mache.

GSS hat kein Alignment-Modell aber zusätzlich ein paar “Gimmicks” wie eine 3D-Darstellung des Teleskops, Sprachausgabe und man kann mehrere Home-Positionen definieren.

Voraussetzungen:

  • ASCOM-Platform ist installiert
  • Eine (serielle) Verbindung zwischen Windows-Computer und Montierung bzw. Handbox ist hergestellt (s.u.)
    Wie das genau geht, habe ich in einem separaten Blog-Artikel  beschrieben.

Download und Installation

Download von: https://sites.google.com/view/greenswamp/

Versionen:

  • GS Server 1.0.3.7 (16. Dez 2021)

Installation von GSS

Bei mir läuft GSS auf folgenden Computern:

  • ComputerAsusbaer: GS Server 1.0.3.7

Installiert wird der ASCOM-Treiber “ASCOM.GS.Sky.Telescope”.

Funktionen von GSS

GS Server includes ASCOM telescope support and the Synta Protocol for SkyWatcher and Orion mounts: EQ8, EQ8-R, HDX110, AZ-EQ5GT, Sirius Pro AZ/EQ-G, AZ-EQ6GT, Orion Atlas Pro AZ/EQ-G, EQ6-R PRO, NEQ6, HEQ5, EQ5, EQ4, AzGTi.

Verbindung zwischen Montierung zum Computer

Verbinden der Montierung SkyWatcher HEQ5 Pro über die Handbox oder direkt d.h. ohne Handbox über EQdir-Kabel. Wie das genau geht, habe ich in einem separaten Blog-Artikel  beschrieben.

Einstellungen bei GSS

Einige Einstellungen müssen noch vorgenommen werden (das geht evtl. erst nachdem eine Verbindung “Connect” hergestellt wurde.

  • COM-Port
  • Koordinaten des Beobachtungsortes (“Observatory Location”)
  • Epoche des Koordinatensystems: J2000
  • Guiding-Methode: Pulse Guiding oder ST4

Einstellung des COM-Ports

Wir starten GS Server und klicken auf das “Hamburger Menü” links oben. Dann öffnet sich ein Fenster “Settings”

Dort stellen wir die Nummer des COM-Ports ein.

GS-Server -> Hamburger Menue -> Port Drop-Down -> “COM3” (bzw. was der Windows Gerätemanager zeigt) -> Schaltfläche “OK”

Abbildung 1:  GS Server Settings (pCloud: ASCOM_GSS_Settings.jpg)

Einstellung der Location

Wir starten GS Server und klicken auf das “Hamburger Menü” links oben. Dann öffnet sich ein Fenster “Settings”

Dort stellen wir die Nummer die Observatory Location (geografische Breite und Länge) ein.

Einstellung der Epoche

Wir starten GS Server und klicken auf das “Hamburger Menü” links oben. Dann öffnet sich ein Fenster “Settings”

In der ersten Zeile finden wir nacheinander: COM-Port, Baud Rate, Mount Type, Equatorial System,…

Im Drop-down “Equatorial System” nehmen die die Einstellung “eqJ2000”.

Wenn alles eingegeben ist, klicken wir auf die Schaltfläche “Close”

Einstellung des Pulse Guiding

keine Ahnung, wie oder was man da machen soll

Testen der GSS-Teleskopsteuerung

Testen der Verbindung

Dann in GS-Server die Schaltfläche “Connect” klicken.

Wenn dann eine Fehlermeldung erscheint, bedeutet dies dass die Verbindung zur Montierung nicht zustande kam. Die Ursachen eines solchen Fehlers können sein:

  • Falscher COM-Port
  • Ungeeigneter Seriell-USB-Adapter
  • Ungeeignetes serielles Kabel
  • Handbox nicht auf “PC Direct Mode” eingestellt
  • Stromversorgung unzureichend (LED blinkt tatsächlich)
  • Sonstiges

Testen der Bewegungstasten

Wenn dann die Verbindung erfolgreich zustande gekommen ist, teste ich gerne die Tasten zur Teleskop-Bewegung.

GS Server-Fenster –> Hand Controls –> Schaltflächen “N”, “S”, “E”, “W”

Abbildung 2:  GSS Server Testing (pCloud: ASCOM_GSS_Testing.jpg)

Hier kann ich jetzt durch klicken auf die Richtungstasten (Nord, West, South, East) testen, ob die Motoren der Montierung tatsächlich angesprochen werden – ggf. kann man die “Rate” noch hochsetzen damit man den Effekt besser sieht bzw. hört.

Damit ist der Test erfolgreich abgeschlossen und die Benutzung der EQMOD-Teleskop-Steuerung z.B. in Cartes du Ciel, APT etc. kann beginnen.

Benutzung der GSS-Teleskopsteuerung

Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden und eine erfolgreiche Verbindung “Connect” hergestellt wurde kann nun die Teleskopsteuerung über geeignete Astro-Software auf dem Windows-Computer erfolgen. Als Software dafür benutze ich:

  • GS Server so wie es oben schon sichtbar ist – damit kann ich z.B. die Tracking Rate einstellen
  • Stellarium
  • Cartes du Ciel: Dort muss ich das Teleskop “verbinden” und kann dann Goto und Sync verwenden
  • APT: Dort muss ich das Teleskop verbinden (“Gear” und “Connect Scope”) und kann dann z.B. Pulse Guiding, Dithering, Goto++ etc. benutzen
  • PHD2 Guiding: Ausrüstung verbinden -> Montierung -> ASCOM.GS.Sky.Telescope
  • N.I.N.A.: Equipment -> Telescope -> ASCOM.GS.Sky.Telescope
  • SharpCap

Mögliche Probleme mit GS Server

Fehler: Track Rate: Not Tracking

Beim Fotografieren der Mondfinsternis am 21.1.2019 schaltete sich das Tracking von EQMOD immer wieder ohne erkennbare Ursache ab “Track Rate: Not Tracking”.

Die Ursache waren aktivierte “Mount Limits” in den EQMOD Settings. Nachdem das Häkchen dort entfernt wurde lief die Nachführung fehlerlos.

Könnte so etwas ähnliches auch mit GS-Server auftreten?

 

 

Astronomie: Der Gegenschein

Gehört zu: Welche Objekte?
Siehe auch: Das Sonnensystem, Namibia, Zodiakallicht, Remote Telescopes, Scheinbare Helligkeit

Stand: 14.07.2023   (galaktische Breite, Flächenhelligkeit)

Was ist der Gegenschein?

Im Sonnensystem haben wir eine interplanetare Staub- und Gaswolke, die als dünne Scheibe in der Planetenebene die Sonne ringförmig umgibt (Wikipedia).

Durch Reflexion und Streuung von Sonnenlicht an Partikeln dieser interplanetaren Staub- und Gaswolke entsteht ein sehr schwacher Lichtschein, der gesamten Himmel entlang der Ekliptik umspannt.

In der Nähe der Sonne wird durch Streuung des Sonnenlichts so das Zodiakallicht erzeugt; direkt gegengüber der Sonne auf der Ekliptik entsteht durch Reflextion der sog. Gegenschein.

Wann und wo kann man den Gegenschein beobachten?

Der Gegenschein ist sehr lichtschwach. Deshalb benötigt man zur Beobachtung einen sehr klaren und dunklen Himmel und man sollte eine Verwechselung mit ähnlich lichtschwachen Himmelsgebilden vermeiden. Also:

  1. Neumond
  2. Dunkle Location z.B. Namibia, Chile,…
  3. Wenig Luftmasse. Kulmination um Mitternacht Ortszeit.
  4. Deutlicher Abstand von der Milchstraße

Mit welcher Optik kann ich den Gegenschein fotografieren?

Der Gegenschein wird beschrieben als ein ovaler Lichtfleck ca. 8-10 Grad groß. Man braucht also eine Optik mit einem recht großem Gesichtsfeld (FoV).
Die Flächenhelligkeit des Gegenscheins wird beschrieben als 175 S10, was umgerechnet bedeutet: 27,78 – 2,5 * log(175) = 22,17 mag/arcsec2.

Diese Flächenhelligkeit addiert sich zu der Flächenhelligkeit des Himmels selbst. Wenn man also einen sehr dunklen Himmel mit z.B. 21,9 mag/arcsec2 hat, ist der Gegenschein dann in etwa genauso hell wie ein richtig dunkler Himmelshintergrund selbst. Das ist ein ganz schwacher Kontrast, der vielleicht ausreicht, um eine Sichtung des Gegenscheins mit bloßem Auge zu ermöglichen.

Am Beobachtungsort “Chile” benutze ich das Teleskop T70. Das bietet das größte Gesichtsfeld bei dem Anbieter iTelescope: Das T70 ist ein Fotoobjektiv Samyang f=135mm mit einer Kamera ASI1600MM Cool FoV 450′ x 340′ = 7,5° x 5,7° auf einer Montierung Rainbow Astro RST-135.

Am Beobachtungsort “Namibia” benutze ich evtl. ein f=50mm an meiner ASI294MC Pro, was ein Gesichtsfeld von 21° x 14° ergeben würde.

Mögliche Beobachtungen des Gegenscheins in 2022

Tabelle 1: Gegenschein in 2022 zu Neumond

Neumond Ort Timezone Sonne
untere Kulmination
Sonne
R.A. J2000
Sonne
Dekl. J2000
Gegenschein
R.A. J2000
Entfernung zur Milchstrasse (Galaktische Breite) Bemerkung
1.2.2022 Chile UTC-3 01:51 20h 57m 48s -17° 11′ 37″ 08h 57m 48s 35°
2.2.2022 Chile UTC-3 01:57 21h 05m 57s -16° 37′ 00″ 09h 05m 57s
3.2.2022 Chile UTC-3 01:57 21h 10m 00s -16° 19′ 18″ 09h 10m 00s
4.2.2022 Chile UTC-3 01:57 21h 14m 02s -16° 01′ 19″ 09h 14m 02s
5.2.2022 Chile UTC-3 01:57 21h 18m 04s -15° 43′ 03″ 09h 18m 04s
6.2.2022 Chile UTC-3 01:58 21h 22m 04s -15° 24′ 30″ 09h 22m 04s
2.2.2022 Siding Spring UTC-11 01:18 21h 03m 29s -16 47′ 41″ 09h 03m 29s
3.2.2022 Siding Spring UTC-11 01:18 21h 07m 32s -16° 30′ 09″ 09h 07m 32s
4.2.2022 Siding Spring UTC-11 01:18 21h 11m 35s -16° 12′ 20″ 09h 11m 35s
2.3.2022 Chile UTC-3 01:54 22h 50m 54s -07° 20′ 06″ 10h 50m 54s 52°
1.4.2022 Chile UTC-3 01:47 00h 40m 57s +04° 24′ 22″ 12h 40m 57s 55°
30.4.2022 Chile UTC-4 00:40 02h 28m 31s +14° 39′ 46″ 14h 28m 31s 38°
30.5.2022 Chile UTC-4 00:41 04h 26m 56s +21° 42′ 51″ 16h 26m 56s 18°
29.6.2022 Namibia UTC+2 00:52 06h 30m 06s +23° 15′ 23″ 18h 30m 06s Mitten drin
28.7.2022 Chile UTC-4 00:48  08h 28m 37m +19° 03′ 38″ 20h 28m 37s 29°
27.8.2022 Chile UTC-4 00:45 10h 22m 05s +10° 11′ 08″ 22h 22m 05s 45°
25.9.2022 Chile UTC-3 01:35 12h 06m 34s -00° 42′ 34″ 00h 06m 34s 60° beim Jupiter
25.10.2022 Chile UTC-3 01:27 13h 57m 05s -11° 57′ 56″ 01h 57m 05s 49°

Skript zur Beobachtung des Gegenscheins

Für eine einen ersten Versuch habe ich folgenden Plan zusammengestellt, der am 1.2.2022 ab 01:45 Uhr ablaufen soll.

Die Belichtungszeit ist mit 300 Sekunden mal auf das erlaubte Maximum eingestellt.

Da das T70 mit einer Mono-Kamera arbeitet, werden Filter angeboten…

Gegenschein-1.txt


;
; Deep Sky image series plan, created by Dietrich Kracht on Tue, 25 Jan 2022 16:40:30 UTC
; Generated by iTelescope.Net Deep Sky Plan Generator
;
#count 1
#interval 300
#binning 1
#filter Luminance
Gegenschein	8.963333333333333	17.19361111111111
#shutdown

 

Astronomie: Astro-Fotos 2021

Gehört zu: Liste meiner Astrofotos
Siehe auch: Fotografieren, Tri-Narrowband-Filter, Orion ED80/600, Foto-Objektive, ASI294MC Pro, Astro-Fotos 2022, Astro-Fotos 2023

Benutzt: Fotos aus pCloud

Stand: 16.12.2022

Meine Astrofotos aus Hamburg-Eimsbüttel 2021

Im Jahre 2021 hatte ich mir zum Ziel gesetzt, mal auszuprobieren, was von meiner Terrasse im lichtverschmutzten Hamburg-Eimsbüttel (Bortle 7+) aus, evtl. doch möglich ist.
Mit meinem Tri-Narrowband-Filter habe ich einige schöne Erstlingswerke von Wasserstoff-Objekten erzielen können:

Abbildung 1: Mein Aufbau auf der Terrasse in Eimsbüttel (pCloud: DK_20180224_HEQ5 auf Terrasse_2374.JPG)

Abbildung 2: Kalifornia-Nebel (pCloud: NGC1499-RGB-session_1-cbg-St.jpg)
Aufgenommen in Hamburg-Eimsbüttel am 2.12.2021 mit Takumar 135mm, ASI294MC Pro, FoV 8° x 5,5°, 39 x 120 sec

Abbildung 3: Herz- und Seelen-Nebel (pCloud: Rot_von_HeartAndSoul-RGB-session_1-lpc-cbg-csc-St_6.jpg)
Aufgenommen in Hamburg-Eimsbüttel am 2.11.2021 mit Takumar 135mm, ASI294MC Pro, FoV 8° x 5,5°, 30 x 120 sec

Abbildung 4: Nordamerika-Nebel  (pCloud: NGC7000-RGB-session_1-St.jpg)
Aufgenommen  in Hamburg-Eimsbüttel am 1.9.2021 mit Orion ED80/600, ASI294MC Pro, FoV 126′ x 86′, 15 x 120 sec

Abbildung 5: Wizzard-Nebel (Harry Potters Goldener Schnatz) (pCloud: Rot_von_NGC7380-RGB-session_1-lpc-cbg-St3.jpg)
Aufgenommen in Hamburg-Eimsbüttel am 9.9.2021 mit Orion ED80/600, ASI294MC Pro, 60 x 120 sec

Abbildung 6: Kokon-Nebel  (pCloud: Kokon-RGB-session_1-St_4.jpg)
Aufgenommen in Hamburg-Eimsbüttel am 5.9.2021 mit Orion ED80/600, ASI294MC Pro, 60 x 120 sec

Wikimedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kokon-RGB-session_1-St_4.jpg

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kokon-RGB-session_1-St_4.jpg

Abbildung 7: Pacman-Nebel  (pCloud: 20200920_NGC281_G300_120s_beschriftet.jpg)
Aufgenommen in Hamburg-Eimsbüttel am 20.9.2020 mit Orion ED80/600, ASI294MC Pro, 60 x 120 sec

xxx

Astronomie: ZWO EAF 5V Motor-Fokussierer

Gehört zu: Motor Fokussierer
Siehe auch: OAZ, ASCOM
Benutzt: Fotos aus Google Archiv

Stand: 2.1.2022

Motor Fokussierer, dritter Versuch: ZWO EAF 5V

Im Jahre 2018 bin ich erstmals auf das Thema “Motor-Fokus” gestossen. Anstoss dafür war das YouTube-Video von Trevor Jones auf AstroBackyard.
Allerdings erwies sich später die wackelfreie Montage des Pegasus-Motors mit einem “Bracket” an meinem OAZ als ein (für mich) nicht zu lösendes Problem.

Deshalb kam ich im Mai 2020 auf eine Lösung mit dem USB_Motor_Heavy von Teleskop Service.

Das Getriebe des USB_Motory_Heavy ging kaputt, da bin ich im Dezember 2021 zum Marktführer ZWO EAF gewechselt.

Der ZWO EAF Motor Fokusser ist von sehr guter Qualität und funktioniert bestens auch über die ASCOM-Schnittstelle. Auch die mechanische Befestigung des ZWO EAF per Zusatz-Adapter Wega Anbaukit am vorhandenen OAZ MonorailR96 hat sehr stabil und wackelfrei funktioniert.

Mein Haus-und-Hof-Händler Teleskop-Service hatte die Teile sofort lieferbar.

Motor des ZWO EAF

35mm stepper motor with 5760 steps

Stromversorgung des ZWO EAF Motor Fokussers

Die Stromversorgung erfolgt beim ZWO EAF 5V über USB.
Ich brauche also keine zusätzliche Stromversorgung. Es entfällt also ein sonst benötigtes Stromkabel.

Verbindung der Steuerbox zum Fokus-Motor

Klassischerweise werden Steuerbox und Motor als zwei getrennte Teile verkauft. Beim ZWO EAF sind dagegen beide Bestandteile in einer recht kleinen Box (5,5 x 5,0 x 4,0 cm) integriert. Es entfällt also gegenüber der klassischen Lösung das Verbindungskabel zwischen zwei Boxen.

Montage des ZWO EAF Motor Fokussers am OAZ

Mein ursprünglicher OAZ war Bestandteil des Orion-Teleskops ED 80/600, das ich gebraucht gekauft hatte. Den OAZ hatte der Vorbesitzer extra von Teleskop-Service gekauft. Der OAZ hat dort die Artikelnummer TSFOCR2M. Link zu diesem OAZ: https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p775_2–Crayford-Auszug-fuer-Refraktoren—1-10-Micro-Untersetzung.html

Diesen Okularauszug habe ich ausgetauscht gegen einen MonorailR96, was ich einem separaten Artikel beschrieben habe.

Teleskop-Service sagte mir jetzt, dass ich zur Montage des ZWO EAF am MonorailR96 nur ein zusätzliches kleines Teil benötigen würde: Das WEGA Anbaukit (s.o.)

Betrieb des Motor-Fokussierers ZWO EAF

Einstellungen für Min und Max

Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=iKyJHwgkFfE

In der Software ASICAP (s.u.) bewege ich den Fokussierer nach innen bis zum Anschlag. Diese Stellung definiere ich als “Zero Position”.

Messung des Backlash

Dann will ich bestimmen, wie groß das Getriebespiel (der Backlash) im Fokussierer ist. Dazu schauen wir in das Manual:

Link Manual: https://astronomy-imaging-camera.com/manuals/EAF_Manual_EN_V2.7.pdf

  • Ich starte die Software ASICAP (s.u.).
  • Dann setzte ich die “Coarse Step Size” auf 1000 und die “Fine Step Size” auf 10.
  • Dann mit “Coarse” den Fokusser 1000 Schritte nach aussen (rechte Schaltfläche) bewegen.
  • Nun die “Fine Steps” (also jeweils 10 Schritte) nach innen (linke Schaltfläche) bewegen und dabei das Fokusierrädchen beobachten. So oft klicken, bis sich das Fokusrädchen sichtbar bewegt. Damit ist der Backlash bestimmt als Anzahl Klicks multipliziert mit “Fine Step Size”.
  • Den gefundenen Backlash-Betrag mit “Set Backlash” eintragen.

Steuerung des ZWO EAF

Die Steuerung des ZWO EAF kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen:

  • Per Hand (ohne Computer): So nicht möglich. Nur nach Lösen der Madenschraube am Koppler bzw. über eine zusätzlich zu beschaffende Handbox.
  • Per USB mit der proprietäten Software ASICAP (ohne ASCOM)
  • Per USB über die ASCOM-Schnittstelle mit ASCOM-fähigen Astro-Programmen (z.B. APT, SharpCap, N.I.N.A.,…)

Steuerung manuell

Eine Steuerung des ZWO EAF ohne Computer ist, wie gesagt, nur mit einer zusätzlichen Handbox möglich.

Steuerung mit ZWO-Software

Vom Hersteller, der Firma ZWO, gibt es eine proprietäre Software mit der der ZWO EAF per USB über einen Windows PC (Notebook) gesteuert werden kann. ASICAP steht in der Version 1.6.2 zur Verfügung und wurde abgelöst durch die Sofware ASIStudio.

Die ZWO-Software spricht den EAF direkt über USB-HID an; d.h. der Standard-Treiber für HID wird benutzt und ein zusätzlicher Windows-Treiber ist nicht erforderlich.

Es soll auch mit der bekannten traditionellen Software FocusMax gehen. Das scheint aber nur über ASCOM zu funktionieren….

Steuerung über ASCOM

Man kann für den EAF auch einen ASCOM-Treiber installieren. Dann kann man ihn auch von anderer Software aus über ASCOM ansprechen, z.B. SharpCap, APT, N.I.N.A.,…

Download ASCOM-Treiber: https://download.astronomy-imaging-camera.com/download/zwo-ascom/

Astronomie: Motorfokussierer USB_Focus_Heavy

Gehört zu: Motor Fokussierer
Siehe auch: OAZ, ASCOM, PegasusAstro Motor Focus, ZWO EAF
Benutzt: Fotos von pCloud

Stand: 27.12.2021

Meine zweite Lösung: USB_Focus Heavy mit OAZ MonorailR96

Mit meiner ersten Lösung (2018), dem PegasusAstro Motor Focus, war ich nicht voll zufrieden, weil er per Montagewinkel (“Bracket”) mit Hilfe einer OAZ-Schraube befestigt wurde. Die OAZ-Schraube dient aber bei meinem Crayford OAZ (TSFOCR2M) zum Einstellen des Drucks. Erst durch einige Unterlegscheiben oberhalb und unterhalb des Blechs konnte eine einigermaßen funktionierende Lösung erreicht werden. Es ist also extrem kritisch, dass OAZ und Motor sehr gut zusammen passen.

Im Mai 2020 habe ich mich deswegen entschlossen, den OAZ und den Motor-Fokusser zu wechseln. Nach einiger Korrespondenz mit Teleskop Austria habe ich mich für eine Lösung von Teleskop Service entschieden: OAZ MonorailR96  (MonorailR96) und einen Motorfokusser USB_Focus Heavy mit Adaption an MonorailR96.

Der kräftige Steppermotor lässt sich mit dem Adaptions-Kit ganz gut am OAZ monieren ohne dass die Funktionsweise des OAZ beeinträchtigt wird. Die Adaption geht nämlich ringförmig um das OAZ-Rohr. (allerdings etwas kurz beim MonorailR96).

Hersteller: http://www.usb-foc.us/page/docs-and-software

Abbildung 1: Adaption des USB_Focus an meinen OAZ (pCloud: 20200603_Foto03.jpg)

Allerdings ist die Steuerbox von USB_Foc, milde gesagt, Schrott. Die habe ich zurückgeschickt und dafür meine Steuerbox vom PegasusAstro verwendet. Das geht, weil die Steuerimpulse standardisiert sind als Robofocus- und Moonlite-kompatibel.

Für den Windows-Computer sieht dann alles so aus wie beim PegasusAstro (s. unten), da ja der Pegasus-Controller benutzt wird.

Mein dritter Versuch: ZWO EAF

Die ringförmige Adaption des Motor-Fokussierers um den OAZ herum war schon eine klare Verbesserung gegenüber dem ersten Versuch. Aber bei mir sah die Montage dann doch etwas wackelig aus. Vielleicht hätte ich das noch verbessern können. Ich entschied mich aber für einen dritten Versuch: ZWO EAF. Da zu sollte es ein Adapterstück aus dem 3D-Drucker geben. Außerdem habe ich beim EAF nur ein Teil und nicht zwei, da das Steuergerät in der Motor-Box enthalten ist.

Astronomie: Motorfokussierer PegasusAstro

Gehört zu: Motor Fokussierer
Siehe auch: OAZ, ASCOM
Benutzt: Fotos aus pCloud

Stand: 17.12.2022

Motor Fokussierer, erster Versuch: Die Empfehlung für PegasusAstro

Im Jahre 2018 bin ich erstmals  auf das Thema “Motor-Fokus” gestossen. Anstoss dafür war das YouTube-Video von Trevor Jones auf AstroBackyard.
Allerdings erwies sich später die Montage des Motors mit einem “Bracket” an meinem OAZ als ein nicht zu lösendes Problem. Deshalb kam ich im Mai 2020 auf eine Lösung mit dem USB_Motor_Heavy von Teleskop Service.

Abbildung 1: YouTube Video von Trevor Jones

Im Februar 2018 habe ich mir dann den PegasusAstro Motor-Fokusser zugelegt. Siehe dazu auch meine Geräteliste.

Der PegasusAstro Motor Fokusser im Komplett-Set (“Premium Package”) ist von sehr guter Qualität und funktioniert bestens auch über die ASCOM-Schnittstelle. Einzig die mechanische Befestigung des PegasusAstro-Schrittmotors per Montagewinkel (“Bracket”) mit einer Schraube am vorhandenen OAZ ist eine potentielle Schwachstelle.

Mein Haus-und-Hof-Händler Teleskop-Service hatte das Teil “noch” nicht im Sortiment. Der www.astroshop.eu hatte es sofort lieferbar. Link zu dem PegasusAstro Motor-Fokusser: https://www.astroshop.de/fr/moteurs-commandes/pegasusastro-dual-motor-focus-controller-premium-package-with-motor/p,53310

Stromversorgung des PegasusAstro Motor Fokussers

Die Stromversorgung erfolgt beim PegasusAstro über eine 12V Buchse (für 2,1 mm Hohlstecker) an der Steuerbox. Für den Motorbetrieb sollen 2 A benötigt werden.
Ich brauche also zusätzlich zur 12V Versorgung der HEQ5 Pro eine zweite 12V Versorgung.

Verbindung der PegasusAstro Steuerbox zum Fokus-Motor

Die Steuerbox ist umschaltbar für Schrittmotoren und Gleichstrommotoren (brauchen wir im “Premium Package” nicht).
Die Steuerung erfolgt 100% Robofocus-kompatibel.

Montage des PegasusAstro Motor Fokussers laut YouTube

Mein OAZ war Bestandteil des Orion-Teleskops ED 80/600, das ich gebraucht gekauft hatte. Den OAZ hatte der Vorbesitzer extra von Teleskop-Service gekauft. Der OAZ hat dort die Artikelnummer TSFOCR2M. Link zu diesem OAZ: https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p775_2–Crayford-Auszug-fuer-Refraktoren—1-10-Micro-Untersetzung.html

Zum Okularauszug habe ich einen separaten Artikel geschrieben.

Astroshop bestätigte mir, dass das Teil an meinen vorhandenen OAZ TSFOCR2M passen würde. Auch bei Youtube fand ich vier Videoclips, die die Montage des PegasusAstro an verschiedene Crayford 2 Zoll Dual Speed Okularauszügen zeigen. Der Focuser Type 4 ist der, der meinem TSFOCR2M voll entspricht.

Abbildung 2: YouTube Video Focuser Type 4

https://www.youtube.com/watch?v=A0OA6nfB7WU

Fotos von meiner Montage des PegasusAstro

Schraube mit Unterlegscheiben.
Dazu nehmen wir die längere der beiden am OAZ vorhandenen Schrauben und benutzen das hintere (vom Objektiv weg zeigende) Gewinde…

Abbildung 3: Montage des PegasusAstro Motorfokussers an meinem Teleskop (pCloud: DK_20180224_2366.jpg)

DK_20180224_2366: Motor Fokusser Pegasus Astro Dual

Unten sieht man die Unterlegscheiben von oberhalb und unterhalb es Blechwinkels. Die Motorachse ist mit der Fokusachse verbunden. Nur eine einzige Schraube hält den Motor. Diese Schraube hat dann eine Doppelfunktion muss gleichzeitig das Okularrohr im OAZ gut festhalten.

Abbildung 4: Montage des PegasusAstro Motorfokussers mit Unterlegscheiben (pCloud: DK_20180224_2369.jpg)

DK_20180224_2369 Motor Fokusser Pegasus Astro Dual

Die Schraube hält den PegasusAstro-Motor nur etwas schräg, weil der OAZ TSFOCR2M so gebaut ist. Ein serielles Kabel verbindet den Motor mit der Steuerbox (Controller)…

Abbildung 5:  Schräge Montage des PegasusAstro Motorfokussers am OAZ TSFOCR2M (pCloud: DK_20180224_2370.jpg )

DK_20180224_2370 Motor Fokusser Pegasus Astro Dual

Weitere Montageanleitungen auf Youtube

  • https://www.youtube.com/watch?v=Ha2Tu1vFxE0
  • https://www.youtube.com/watch?v=8g0dHBbkTTE
  • https://www.youtube.com/watch?v=lbj7ga7xbpQ

Betrieb des Motor-Fokussierers PegasusAstro

Die Steuerung des PegasusAstro kann auf unterschiedlichem Wege erfolgen:

  • Per Hand: durch drehen an dem Drehknopf an der Steuerbox
  • Per USB und speziellem mitgelieferten Progamm (sog. “stand alone”)
  • Per USB über die ASCOM-Schnittstelle über ASCOM-fähige Astro-Programme (z.B. APT, Maxxim DL,…)

Steuerung manuell

Die Steuerbox mit Drehknopf “Manual Focus” vorne rechts. Das serielle Kabel hinten ist die Verbindung zur Motor-Einheit, der runde Stecker vorne in der Mitte ist die Stromversorgung, links daneben leuchtet eine kleine LED.

Abbildung 6: PegasusAstro Steuerbox für Motorfokusser (pCloud: DK_20180813_PegasusAstro_01.jpg)

20180813 PegasusAstro Steuereinheit

Steuerung mit Stand Alone Software

Mit dem PegasusAstro-Gerät wird eine Stand-Alone-Software (DMFC = Dual Motor Focus Controller) mitgeliefert, die es ermöglicht den Fokusser per USB über einen Windows PC (Notebook) zu steuern.

Abbildung 7: Standalone Software für PegasusAstro Steuerbox (pCloud: DK_20180224_Fokus_PegasusAstro-02.jpg)

Pegasus Astro Dual Motor Fokusser: Stand Alone Software

Erst erstes muss man oben rechts auf das kleine Symbol “Connect” klicken – wobei die Frage ist welche Schnittstelle…

Unten in der Mitte kann man von “Stepper Motor” auf “DC Motor” und umgekehrt umschalten – deshalb heisst das Teil “Dual Motor Focusser”.

Abbildung 8: Standalone Software PegasusAstro “Dual Motor Focusser” (pCloud: Fokus_PegasusAstroMotorFocusser-01.JPG)

Motor Focusser PegasusAstro: Stepper Motor

Die Umschaltung von “Stepper” auf “DC” kann nicht über einen Schalter am Gerät, sondern nur über Software erfolgen. Also mit dieser “Stand-Alone-Software” oder später mit dem ASCOM-Treiber.

Der Unterschied zwischen den beiden Motorarten ist folgender:

Falls der Motor-Modus “Stepper Motor” aktiviert ist, wird die Position des Fokussers in Form von Zahlen angezeigt, was für den praktischen Betrieb des Focussers äußerst sinnvoll ist – auch später mit APT über ASCOM.

Astronomie: California Nebula – NGC1499

Gehört zu: Beobachtungsobjekte
Siehe auch: HII-Regionen, Filter, Nebel, Liste meiner Fotos
Benutzt: Fotos aus pCloud

California Nebula – NGC 1499

Der California Nebula (Kalifornien Nebel) NGC1499 ist ein sehr großes HII-Gebiet im Perseus.

Ein klassisches H-Alpha-Objekt für das Teleobjektiv.

  • Scheinbare Helligkeit von 5,0 mag
  • Scheinbare Ausdehnung von 160′ x 40′  (also Fläche=6400 arcmin²)
  • Der Kalifornien-Nebel ist ein Emissionsnebel und strahlt vorwiegend in H alpha und ist damit bestens für meinen Tri-Narrowband-Filter geeignet
  • Entfernung nur 1000 Lichtjahre.

Im Dezember 2021 habe ich von meiner Terrasse in Hamburg-Eimsbüttel ein erstes “Beweisfoto” vom Kalifornien-Nebel erstellen können.

Abbildung 1: Der Kalifornien-Nebel unter starker Lichtverschmutzung (pCloud: NGC1499-RGB-session_1-cbg-St.jpg)

Diese Fotografie habe ich von meiner Innenhof-Terrasse in Hamburg-Eimsbüttel mit meinem Fotoobjektiv Takumar 135mm geschossen. Dabei hat ein Tri-Narrowband-Filter geholfen. Die Fokusierung hat dabei nicht gut geklappt.

Astronomie: Raumkrümmung

Gehört zu: Physik
Siehe auch: Vektorraum, Relativitätstheorie, Schwarze Löcher, Gravitation, Sphärische Trigonometrie, Metrik
Benutzt: Latex-Plugin für WordPress

Stand: 28.11.2021

Raumkrümmung durch Metrik

Wenn man sich mit der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) beschäftigt, kommt der Begriff der “Krümmung der Raumzeit” auf z.B. um die Lichtablenkung an einer großen Masse zu “erklären”.

Wenn man in diesem Zusammenhang von “Raumkrümmung” oder so spricht, meint man nicht, dass sich der Raum in eine andere (zusätzliche) Dimension krümmt (das ist der alltägliche Begriff von Krümmung), sondern, dass wir in dem Raum bleiben und “nur” eine andere Metrik definieren, die im Vergleich zur üblichen Metrik (Euklid, flacher Raum) Abstände definiert, die variabel “gestaucht” bzw.  “gestreckt” aussehen.

Um das zu veranschaulichen könnte man sich ein Gitter aus Koordinatenlinien vorstellen, die voneinander gleiche Abstände (also Metrik) haben. Koordinatenlinien sind Linien in einem Koordinatensystem auf denen, bis auf jeweils eine, alle Koordinaten konstant sind.

Schwarzschild-Metrik

Den Einfluss der Gravitation auf die Metrik (aka Krümmung) der Raumzeit kann man z.B. an einem Schwarzen Loch studieren. Dafür hat Karl Schwarzschild (1873 – 1916) schon einfache Formeln gefunden (als Lösung der Einstein’schen Feldgleichungen in einem speziellen Fall). Diese Schwarzschild-Lösung der Einstein’schen Feldgleichungen hate ich in einem separaten Blog-Artikel beschrieben.

Astronomie: James Webb Space Telescope

Astronomie: Die Lagrange-PunkteGehört zu: Teleskope
Siehe auch: Lagrange-Punkte

Stand: 10.01.2022

Das James Webb Space Telescope

Das von der NASA genannte “James Webb Space Telescope” (JWST) soll nun im Dezember 2021 endlich gestartet werden.

Zeitlich gesehen könnte man es als Nachfolger des im April 1990 gestarteten Hubble Space Teleskops (HST) ansehen, aber anders als das HST beobachtet das James-Webb-Telekop ja hauptsächlich im Infrarot. Sogesehen ist es eher ein Nachfolger des Spitzer-Teleskops.

Josef Gassner will das James Web Teleskop lieber Henrietta-Leawitt-Teleskop nennen.

Ursprünglich sollte das James Web Teleskop im März 2007 starten. Es kamen aber immer neue Startveschiebungen:

1. Geplantes Startdatum: 2011

x. Geplantes Startdatum: 2014

x. Geplantes Startdatum: 2018

x. Geplantes Startdatum: August 2020

11. Geplantes Startdatum  März 2021

12. Geplantes Stardatum: 31. Oktober 2021

13. Geplantes Startdatum: 12. Dez 2021

14. Geplantes Startdatum: 22. Dez 2021

Besonderheiten

Start von Kourou (ELA-3) mit einer Ariane-5-Rakete

Keine Erdumlaufbahn, sondern beim Lagrange-Punkt L2.

Gemeinschaftsprojekt von NASA, ESA und CSA.

Nach dem Start

Nach dem Start am 25.12.2021 wurde das JWST vielfach von Amateurastronomen fotogarfiert auf seinem Wege zum Lagrange-Punkt L2.

Auch in der Astro-Community Hamburg wurde viel über das JWST diskutiert. Unter anderem kam die Frage hoch, ob man im Hubble-Space-Teleskop Einzelheiten auf dem JWST erkennen könnte. Dazu habe ich ein kleines Excel erstellt:

Link: Das James Webb Teleskop mit der Auflösung des HST?

Astronomie: Teleskopsteuerung mit Stellarium (Goto)

Gehört zu: Teleskopsteuerung (Goto)
Siehe auch: Stellarium, EQMOD, Teleskopsteuerung mit Cartes du Ciel

Stand: 23.04.2023

Teleskopsteuerung mit Stellarium (Goto)

Meine Montierung Skywatcher HEQ5 Pro möchte ich über Software steuern; d.h. ein Zielobjekt soll motorisch angefahren werden.
Das gewünschte Zielobjekt möchte ich am liebsten “optisch” eingeben; d.h. durch Anklicken eines Objekts in einer Planetarium-Software.
Ich könnte das gewünschte Zielobjekt auch aus einer Liste auswählen oder gar die Ziel-Koordinaten per Hand eingeben.

Ob als Ergebnis dieses Anfahrens eines gewünschten Zielobjekts dieses Zielobjekt auch genau getroffen wird, ist für mich sekundär, da ich danach fotografisch weiterarbeite d.h. mit meiner Astro-Foto-Software APT den Zyklus “Foto – Platesolving – SYNC” mit erneutem Goto per Stellarium mache oder neuerdings auch mit meiner Astro-Fotosoftware N.I.N.A. und der Funktion “Center Target” (die ebenfalls Platesolving einsetzt). Bei N.I.N.A. benutze ich Stellarium aber lediglich zur Übernahme von Ziel-Koordinaten; den Rest (Goto, Platesolving und SYNC) kann ich dann gleich in N.I.N.A. machen.

Teleskop-Steuerung per Computer

Mit der Software Stellarium kann ich meine Goto-fähige Montierung statt über die Handbox auch über einen Computer steuern. Dafür muss die spezielle Montierung in geeigneter Weise mit dem Computer verbunden werden: Siehe dazu: Teleskop-Steuerung per Computer

Stellarium verfügt seit Version 0.10.3 über eine “Erweiterung” (Plugin) namens “Teleskopsteuerung”. Generell geht das dann so:

Einstellungsfenster [F2] –> Konfiguration –> Erweiterungen –> Teleskopsteuerung

Diese habe ich aktiviert; d.h. Häckchen bei “beim Starten laden”. Dies ist im Stellarium Wiki beschrieben: http://www.stellarium.org/wiki/index.php/Telescope_Control

Wenn das geschehen ist, gibt es in Stellarium mittlerweile unterschiedliche Möglichkeiter der “Teleskopsteuerung”

  • Über ASCOM (seit Stellarium Version 0.19.3)
  • Über INDI (seit Stellarium Version 0.17.0)
  • Direkt (Celestron NexStar, Mead LX200, Skywatcher Synscan Handbox)
  • Mit der Zusatz-Software Stellarium Scope, die ihrerseits ASCOM kann

Teleskopsteuerung mit ASCOM

Seit der Stellarium-Version 0.19.3  (Dez. 2019) besteht die elegante Möglichkeit, die Montierung (das Teleskop) über ASCOM zu steuern (also ohne StellariumScope).

Voraussetzung dafür ist natürlich eine Montierung mit ASCOM-Treiber. Für meine Montierung Skywatcher HEQ5 Pro benutze ich den ASCOM-Treiber EQMOD.

Als einmalige Vorbereitung richte ich diese meine Montierung in Stellarium ein und aktiviere die Verbindung:

  1. Zunächst muss das Teleskop (genauer: die Montierung) eingerichtet werden. Ich nehme für meie HEQ5 Pro  dann die Option “ASCOM”
  2. Dann muss die Montierung mit Stellarium verbunden werden.

Nun kann Stellarium beliebige Himmelsobjekte anfahren und zwar wie folgt:

  1. Das gewünschte Zielobjekt wird auf dem Bild des Sternenhimmels durch Anklicken ausgewählt.
  2. Die Erweiterung “Teleskopsteuerung” unten in der Stellarium-Leiste anklicken
  3. Im dann aufgehenden Dialogfenster anklicken “ausgewähltes Objekt”
  4. An anklicken Schaltfläche “Schwenken”

Teleskopsteuerung mit INDI

Diese Möglichkeit besteht im Prinzip seit der Stellarium-Version 0.17.0 (Dez. 2017)

Dafür benötigt man INDI-Treiber für seine Montierung – dies kommen aus der Linux-Welt, die ich nicht als meinen Mainstream erachte.

Ich bleibe lieber bei den bewährten ASCOM, was ich auch für viele andere Astro-Software verwende: z.B. APT, N.I.N.A., SharpCap,…

Teleskopsteuerung mit Stellarium “Direkt”

Dazu habe ich keine eigenen Erfahrungen.

Teleskopsteuerung mit StellariumScope

Mit der Software Stellarium kann ich meine Goto-fähige Montierung statt über die Handbox auch über meinen Windows-Computer steuern. Dafür muss die spezielle Montierung in geeigneter Weise mit dem Windows-Computer verbunden werden: Siehe dazu: Teleskop-Steuerung per Computer.

StellariumScope erweitert die Möglichkeiten der Stellarium-Teleskopsteuerung indem ASCOM-Treber eingesetzt werden; d.h. jede (im Prinzip) Montierung, für die wir einen ASCOM-Treiber installiert haben, kann über StellariumScope angesprochen werden.

StellariumScope wurde ursprünglich für Teleskope mit EQMOD-Steuerung entwickelt, es sollen aber (fast) alle ASCOM-Teleskopsteuerungen unterstützt werden. EQMOD ist eine Windows-Software, die die Handbox per Software auf dem PC abbildet und wurde für Montierungen mit Schrittmotoren entwickelt. Montierungen mit Servomotoren werden leider nicht unterstützt.

Links zu StellariumScope:

Nach der Installation von StellariumScope hat man ein neues Programm namens “StellariumScope”. Dieses ruft man auf und konfiguriert z.B. den Stellarium-Aufruf, Setzt den ASCOM-Teleskop-Driver und connected das Teleskop. Wenn man dann auf “Start Stellarium” klickt, kann’s losgehen…

Wenn das geschehen ist, ist die Vorgehensweise in Stellarium die folgende:

Stellarium verfügt seit Version 0.10.3 über eine “Erweiterung” (Plugin) namens “Teleskopsteuerung”. Generell geht das über eine Stellarium-Erweiterung, also:

Einstellungsfenster [F2] –> Konfiguration –> Erweiterungen –> Teleskopsteuerung

Diese habe ich aktiviert; d.h. Häckchen bei “beim Starten laden”. Dies ist im Stellarium Wiki beschrieben: http://www.stellarium.org/wiki/index.php/Telescope_Control

Stellarium selbst unterstützt aber kein ASCOM, sondern hat zwei Möglichkeiten:

  • Direkte Unterstützung von Celestron NexStar, Sky Watcher SynScan und Mead LX200
  • oder mit einer Zusatzsoftware Stellarium Scope, die dann ihrerseits ASCOM kann

StellariumScope erweitert die Möglichkeiten der Stellarium-Teleskopsteuerung indem ASCOM-Treber eingesetzt werden; d.h. jede (im Prinzip) Montierung, für die wir einen ASCOM-Treiber installiert haben, kann über StellariumScope angesprochen werden.

StellariumScope wurde ursprünglich für Teleskope mit EQMOD-Steuerung entwickelt, es sollen aber (fast) alle ASCOM-Teleskopsteuerungen unterstützt werden. EQMOD ist eine Windows-Software, die die Handbox per Software auf dem PC abbildet und wurde für Montierungen mit Schrittmotoren entwickelt. Montierungen mit Servomotoren werden leider nicht unterstützt.

Links zu StellariumScope:

Nach der Installation von StellariumScope hat man ein neues Programm namens “StellariumScope”. Dieses ruft man auf und konfiguriert z.B. den Stellarium-Aufruf, Setzt den ASCOM-Teleskop-Driver und connected das Teleskop. Wenn man dann auf “Start Stellarium” klickt, kann’s losgehen…

Ich habe dazu ein Youtube-Video gemacht:habe dazu ein Youtube-Video gemacht:

Abbildung 7: Mein Youtube-Video