Computer: Android Apps – Smartphone

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Astrofotografie: Vixen Sucherschuh auf Blitzschuh von GEOPTIK

Link: Geräteliste
Siehe auch: Sucher
Benutzt: Fotos von pCloud

Stand: 25.08.2021

Sucherschuh auf DSLR

Da ich mit meinem Leuchtpunktsucher nicht so richtig klar kam (war zu hell und blendete) habe ich mich jetzt für einen “normales” kleines Sucherfernrohr entschieden; wobei ich das kleine Sucherfernrohr auf meine DSLR stecken möchte, weil sich  auf dem Teleskop ja schon das Guiding-Rohr befindet.

Bei diesem Vorhaben half mir ein Sucherschuh, der auf den Blitzschuh der DSLR gesteckt wird.

Produkt: GEOPTIK Sucherhalter für DSLR-Kameras

Tipps und Tricks: Um den Sucherschuh auf dem Blitzschuh der Kamera zu befestigen, muss man eine kleine versenkte Schraube mit einem Inbusschlüssel (2,41 mm)  fest ziehen.

Link:  https://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p8824_Geoptik-Sucherhalter-fuer-DSLR–Kameras.html

Abbildung 1: Sucherschuh auf der Canon DSLR (pCloud: Geoptik_20180504_2506.jpg)

Geoptik Sucherschuh auf Canon DSLR

Astronomie: Kabelmanagement

Gehört zu: Meine Astronomischen Geräte
Siehe auch: Stromversorgung

Stand: 26.03.2023

Kabelmanagement für meine Montierung

An meiner Montierung HEQ5 Pro mit meinem Teleskop Orion ED 80/600 hängen viele Kabel. Das sieht unordentlich aus, ist beim Schwenken des Teleskops manchmal hinderlich und beeinflusst auch das Gleichgewicht der Montierung. Deshalb wäre es besser, alle Kabel lokal (am Teleskop) zu fixieren und zu bündeln und dann wenige längere Kabel vom Schwer- und Drehpunkt abgesichert zum “Endpunkt” (Laptop-Computer, Netzteil/Batterie) zu führen.

Ich habe Stromkabel und Datenkabel (USB-Kabel).

Datenübertragung per USB-Kabel:

Das sind meine Strom-Verbraucher:

  • Montierung Skywatcher HEQ5 Pro (12 V)
  • Motor-Fokus PegasusAstro (12V)
  • USB-Hub Orico H7928-U3 mit 7 Ports (12 V)
  • DSLR Canon EOS 600 (7,6 V)

Für die Spannungsversorgung habe ich mit für 12 Volt mit Hohlsteckern entschieden.

Um die USB-Kabel zu bündeln, habe ich mir einen schön flachen aktiven USB-HubOrico H7928-U3” gekauft, der eine 12V-Spannungsversorgung braucht und dessen Kabelverbindung zum Endpunkt (Laptop-Computer) nicht fest eingebaut, sondern per Steckverbindung erfolgt. Ausserdem sollten die USB-Ports nach Fixierung auf dem Teleskop  z.B. mit Klettband immer noch leicht zugänglich sein.

Fotografieren: Diashows – Videoclips

Gehört zu: Fotografieren
Siehe auch: Diaschau, Fotobuch

Stand: 21.10.2024

Wie mache ich eine Diaschau?

Manchmal möchte man Fotos/Bilder plus gesprochener Erklärung gerne als eine Einheit verpacken und dann jemandem schicken, vor Publikum automatisch ablaufenlassen, publizieren auf YouTube etc.etc. pp. Das nennt man dann eine Diashow oder ein Video.

Ich persönlich habe das einige wenige Male gemacht:

  • Diashow von den Fotos meiner ersten Afrikareise für meine Mutter  (mit Musik und Untertiteln)
  • Diashow “Wie kann ich mit Cartes du Ciel meine astronomische Montierung ansteuern”  (mit CamStudio und Sprechtext)
  • Präsentation von Bildern meiner ersten Namibiareise als Vortrag  (mit FastStone und Infrarot-Fernbedienung)

Generelles Vorgehen

Aus Bild/Video-Material kann aus verschiedenen Quellen stammen:

  • Einzelne Fotos und ggf. auch kleine Videos
  • Folien aus einer Powerpoint-Prärentation werden zu Einzelfotos
  • Ein Video, dass mit z.B. mit der Software “CamStudio” aufgenommen wurde

Als Audio-Material kommt infrage:

  • nichts – einfach stumm lassen und vieleicht ein paar Texte in die Bilder einblenden
  • Musik
  • Gesprochener Text

Beispiel 1: Diaschau als Videoclip für Youtube

Heute möchte ich aus einer PowerPoint-Präsentation zum Thema “Analemma” eine mit Sprechtext versehene Diashow für YouTube machen.

Dazu speichere ich die einzelnen Slides der PowerPoint-Präsentation als JPEG-Fotos in einem Ordner ab:

  • Öffnen der Präsentation in meinem PowerPoint 2016
  • Datei –> Speichern unter… –> Dateityp –> JPEG-Dateiaustauschformat –Alle Folien

In der Microsoft-Software Movie Maker (Version 2012)  kann ich dann diese JPEG-Bilder importieren….

  • Menü –> Datei –> Add videos and photos

Da ich rechts und links in den Bildern jetzt schwarze Balken habe, muss ich noch den “Aspect Ratio” angeben: Projekt –> Aspect Ratio –> Standard 4:3

Nun kann man im Prinzip diese Bildfolge als Video abspeichern (Datei –> Save Movie) – Allerdings wird man vorher noch ein paar zusätzliche Dinge machen wollen:

  • Dauer, die ein Bild angezeigt werden soll
  • Übergang zwischen zwei Bildern
  • Sprechtext zu einem Bild

Den Sprechtext zu den einzelnen Bildern sollte man einzeln aufnehmen und dann im Movie Maker hinzufügen – dann kann man Bild und Ton gut synchron halten und ggf. das eine oder andere Sprech-Schnipsel überarbeiten.

Man kann die Aufnahmefunktion von Movie Maker verwenden oder auch jedes andere Audio-Recording-Programm z.B. “No 23 Recorder“.

Beispiel 2: Diaschau aus einzelnen Fotos mit manuellem Bildwechsel

Als Software will ich XnView einsetzen, weil ich dort den Bild-Ordner oder die einzelnen Bilder und deren Reihenfolge selbst auswählen kann.

Ich muss also zunächst die einzelnen Fotos für die Diaschau aussuchen und in eine Reihenfolge bringen. Praktisch ist, die ausgewählten Fotos in einen eigenen Ordner zu kopieren. Die Reihenfolge kann z.B. ganz primitiv dadurch “erzwungen” werden, dass man vor den Dateinamen eine laufende Nummer setzt.

Dann wird die Software XnView geöffnet.

Wir können dan über die Menüleiste gehen: Werkzeuge -> Diashow… In dem dann aufgehenden Fester können wir alles zu unserer geplanten Diaschau festlegen.

Zuerst sagen wir, welche Fotos wir nehmen wollen und in welcher Reigenfolge sie in der Diaschau erscheinen sollen.

Wiesoll der Bildübergang ausgelößt werden: Timer oder Taste/Mausklick?

Wie soll der Bildübergang aussehen?

 

Beispiel 3: Diaschau aus einzelnen Fotos mit manuellem Bildwechsel

Als Software will ich FastStone einsetzen, weil ich dort das Weiterschalten der Bilder mit meiner Fernbedienung machen kann – die Fernbedienung ist eigentlich für PowerPoint gedacht und das Schöne ist, das FastStone die gleichen Komandos unterstützt wie PowerPoint.

Ich muss also zunächst die einzelnen Fotos für die Diaschau aussuchen und in eine Reihenfolge bringen. Praktisch ist, die ausgewählten Fotos in einen eigenen Ordner zu kopieren. Die Reihenfolge kann z.B. ganz primitiv dadurch “erzwungen” werden, dass man vor den Dateinamen eine laufende Nummer setzt.

Dann wird die Software FastStone geöffnet.

Wenn man eine Diaschau machen will, muss man zuerst mit FastStone in den Ordner gehen, wo sich die Bilder befinden.

Astronomie: Teleskop Orion ED 80/600

Gehört zu: Meine Geräteliste und Teleskope
Siehe auch: Barlow-Linse, Flattener, OAZ
Benutzt: Fotos von pCloud

Stand: 13.12.2022

Mein Volksapo Orion ED 80/600

Als Einsteiger-Teleskop, das gut auf meine Montierung HEQ5 Pro passt, habe ich mir in 2017 ein gebrauchtes Orion ED 80/600 zugelegt.

Das theoretische Auflösungsvermögen ist bei 80 mm Öffnung: 1,75″

Etwas teurerer aber auch sehr interessant fand ich die baugleichen Modelle:

Contine reading

Computer: Videos und Fernsehen

Gehört zu: Videos und Fernsehen

Videos und Fernsehen

Fernsehen konventionell

Wir haben auch einen “normalen” Fernseher: Samsung UE46C6700. Den haben wir uns mal zur Fußballweltmeisterschaft 2010 gegönnt.

Der ist per HDMI mit dem Media-Receiver MR303 der Telekom (IP-TV) vebunden (welcher per Ethernet mit der Fritzbox verbunden ist).

Der Fernseher ist auch mit dem TV-Kabel-Receiver (TechniSat Digit HD8C) verbunden, sodaß wir eine Zweitlösung für den Fall der Fälle haben.

Ausserdem ist der Fernseher noch direkt per Ethernet mit der Fritzbox verbunden.

Deshalb sollte der Samsung-Fernseher auch über bestimmte Web-Funktionalitäten verfügen z.B. Smart-TV Apps:

HbbTV unterstützt der Samsung UE46C6700 leider nicht.

Da der Fernseher schon 8 Jahre alt ist, ist evtl. ein Firmware-Update sinnvoll.

Fernsehen mit Amazon Fire TV Stick

Da mein Fernseher Samsung UE46C6700 kein Smart TV kann, habe ich mir einen Amazon Fire TV Stick zugelegt.

Der Stick ist ein kleiner Computer ohne Display. Statt des Displays hat der Stick einen HDMI-Stecker, der in den HDMI-Eingang eines “Fernsehers” (oder auch nur LED-Display mit HDMI-Eingang) gesteckt wird. Über WLAN kann der Stick dann mit dem Internet verbunden werden.

  • Prozessor: Quadcore-Prozessor MediaTek  MT8127D @ 1,3 GHz
  • RAM: 1 GB
  • Speicher 8 GB
  • Display: HDMI-Stecker (“Full HD”)  CEC-Unterstützung
  • Stromversorgung: über Micro-USB-Buchse, 1 A mit  5 V
  • WiFi 2,4 und 5 GHz WLAN  802.11 b/g/n/ac
  • Fernbedienung (über Bluetooth 4.1)
  • Betriebssystem: Amazon Fire OS (basiert auf Android)

Apps für den Fire TV Stick

Es gibt unzählige Apps wie Netflix oder die Mediatheken aller großen deutschen TV-Sender im integrierten Store.
Zusätzliche Apps soll man aus dem vom Hersteller Amazon bereitgestellen App-Store “Amazon AppStore” herunterladen.

Wenn man besondere Apps aus anderen Quellen auf dem Fire TV Stick installieren will, muss man folgendes bedenken:

  1. Einstellungen auf dem Stick: Einstellungen -> Gerät -> Entwickleroptionen: ADB-Debugging & Apps unbekannter Herkunft
  2. APK-Datei besorgen (auf dem Windows-PC oder dem Android-SmartPhone)
  3. APK-Datei dem Fire-Stick zugreifbar machen  (z.B. ES File Explorer auf dem Stick greift auf Windows-Freigabe zu) (Sideload per adbLink nicht erforderlich)
  4. APK-Datei auf dem Fire-Stick installieren

Darüber hinaus kann sich der versierte Nutzer das Media-Center Kodi installieren (per Sideload oder über die App FireTV Utility), um so auf seine Inhalte im Netzwerk zuzugreifen.

Link: https://www.pcwelt.de/ratgeber/Amazon-Fire-TV-als-offenen-Medien-Player-nutzen-Kodi-im-Verkleidung-9635983.html

Fernsehen mit KODI

KODI ist der neue Name von XBMC . Es gibt KODI für praktisch alle Plattformen: Windows, Android, Fire OS etc.

KODI will ich auf dem FireTV-Stick installieren und schön zum Laufen bringen. Das erfordert einige technische Vorkehrungen, die ich lieber vorweg mit KODI auf Windows locker ausprobiere.

Nach der Installation von KODO gelang es mir nicht, http://repo.buildstuben.de/ als zusätzliche Quelle für Repositories auf KODI einzurichten. Ich konnte aber das eine File, was man wirklich braucht auch so als ZIP-File herunter laden:  Auf http://repo.buildstuben.de gibt es das File repository.buildstube-1.8.1.zip was ich dann auf einen lokalen Ordner  (Fileshare) heruntergeladen habe.

Im KODI gehe ich dann in Einstellungen -> Add-ons und dann in der Reihe oben links auf das Box-Symbol.
Dann auf “Install from zip file” und dann auf “Windows Network (SMB)” wo ich die Arbeitsgruppe und dann die Server angezeigt bekomme. Dort wähle ich den Fileshare aus, auf den ich im vorigen Schritt das ZIP-File geladen hatte. Damit ist das Buildstube-Repository installiert.

Im KODI gehe ich dann auf “Install from Repository” und wähle das gerade installierte “Repo Buildstube” als Quelle aus.
Ich gehe dann auf “”Program add-ons” und selektiere “Buildstube Wizard Deutsch” und klicke dann auf “Install”.
Damit ist der Buildstube-Wizard installiert.

In KODI bin ich schon im Buildstbe-Wizard und wähle nun aus: “17.6 Dimension (v1.0 FireTV Gen2)” und klicke auf “Fresh Instal”.

Nun wird “alles” installiert und wir müssen mehrere Minuten warten, bis die neue Oberfläche für KODI installiert ist.

Fernsehen mit Computer

Astronomie: Okulare

Gehört zu: Teleskope
Teil von: Meine Geräteliste

Stand: 6.9.2021

Okulare für mein Teleskop

Als Astrofotograf habe ich mir schließlich (nachdem die Montierung, das Teleskop und die DSLR da war) doch noch einen kleinen Okularsatz geleistet.

Mein Teleskop Orion ED 80/600 hat einen Okularauszug Crayford 2 Zoll, Dual Speed. Also wäre ein einfacher Okularsatz mit 2-Zoll-Anschluss schön.

Gekauft habe in in 2018 gebrauchte TS Optics Expanse Okulare:

  • Flexibler Anschluss: 1,25″, 2″ und M48x0,75-Außengewinde
  • Brennweiten: 8mm, 13mm, 17mm
  • Augenabstand 20mm (für Brillenträger)
  • Geeignet für Okularprojektion: M43x0,75-Außengewinde
  • Teleskop-Service Artikel

Astronomie: Fokussieren mit dem Motor-Fokus

Gehört zu: TeleskopeMeine Geräteliste
Siehe auch: Fokussieren mit N.I.N.A., PegasusAstro Motor Focusser, USB-Focus_Heavy, ZWO EAF, AstroMechanics, Fokussierung, ASCOM-Treiber, OAZ, Remote Control
Benutzt: Fotos von Google Drive

Stand: 29.04.2023

Patriot Astro:

Das Problem: Optimales Fokussieren ggf. Remote

Besonders bei der Astrofotografie fällt es unangenehm auf, wenn bei einem mühsam erarbeiteteten Foto die Scharfstellung (Fokussierung) nicht hundertprozentig ist.

Es gibt ja mehrere Methoden, wie man den genauen Fokuspunkt findet; z.B. Live View mit Bildschirmlupe, Hartmann-Maske, Bahtinov-Maske. Es bleibt aber das Problem, dass jede Berührung des Einstellrades am Okularauszug (OAZ) das Teleskop ein wenig (oder mehr) zum Wackeln bringt. Um dieses Wackeln zu vermeiden, gibt es Motoren, die man am Stellrad des OAZ befestigt…

Einfache Lösung: Live View

Mit der Canon EOS 600DA: Einen hellen Stern ins Gesichtsfeld einstellen – zum Finden eines solchen Sterns muss der Sucher vorher gut justiert werden. Fokussieren im Live View z.B. mit APT. Dabei sollte man das Live-View-Bild elektronisch 10-fach vergrößern.

Mit der ZWO ASI294MC Pro bekomme das Bild ja ausschließlich per Software auf meinem Computer. Bei der Software APT bekomme ich kein richtiges “Live View”. Aber die Software SharpCap liefert ein akzeptables “Life View”, was man auch vergrößern kann.

Warum Motor-Fokus?

Erstens ist es eine komfortable Lösung zum feinfühligen Fokusieren (s.u.).

Zweitens brauche ich einen ASCOM-fähigen Motor-Fokussierer wenn ich mein Teleskop Remote steuern will.

Komfortable Lösung: Motor-Fokus

Eine Motor-Fokus-Lösung besteht aus einem Motor (Schrittmotor oder Gleichstrommotor), dessen Drehachse irgendwie an die Drehachse des OAZ (Okularauszug) gekoppelt wird, sowie einer Steuerbox (Controller) die manuelles Betätigen des Motors erlaubt bzw. auch mit dem Computer verbunden werden kann und dann per ASCOM gesteuert werden kann. Contine reading

Astronomie: Entfernungsbestimmung

Gehört zu: Astronomie
Siehe auch: Sonnensystem, Kosmologie, Hertzsprung-Russel-Diagramm, Kopernikus, Kepler, Parallaxe, Hubble-Konstante, Delta Cepheiden
Benutzt: Fotos aus Wikipedia, Latex- Plugin für WordPress

Status: 08.09.2022

Astronomie: Entfernungsbestimmung

Links

https://libernaturaererum.files.wordpress.com/2012/10/vermessung.pdf

Überblick

  • Längeneinheiten in der Astronomie
  • Vom Erdumfang zum Urmeter
  • Erathostenes Erdumfang
  • Aristarch von Samos: Erde – Mond – Sonne
  • Parallaxe des Mondes
  • Parallaxe der Sonne
  • Bessel: Parallaxe von Fixsternen
  • Standardkerzen: Delta Cepheiden
  • Standardkerzen: Supernovae vom Typ Ia
  • Hubble: Rotverschiebung

Längeneinheiten in der Astronomie

Im heute geltenden SI-System ist die Einheit der Länge das Meter.

Vom Erdumfang zum Urmeter

1791 beschloss die verfassungsgebende  Versammlung in Paris, die verschiedenen auf der Welt verwendeten Längenmaße zu vereinheitlichen. Das neue Längenmaß sollte später das “Meter” werden. Es wurde als zehn-millionster Teil des Viertels desjenigen Erdumfangs festgelegt, der Paris und den Nordpol berührt, definiert. 1793 wurde das Meter in Frankreich gesetzlich eingeführt.

Dazu musste man also die Länge des Erdumfangs bestimmen. Siehe dazu weiter unten und “Die Jagd nach dem Meter: Das Urmeter”. Nach heutigen Messungen beträgt der Umfang der Erde ca. 40000 km.

1960 wurde dieses “Urmeter” durch eine neue Definition im SI-System abgelöst.

Wegen der großen Entfernungen im Weltall benutzen die Astronomen gern andere Längeneinheiten.

Im Sonnensystem: Die Astronomische Einheit

Im Sonnensystem misst man die Entfernungen gerne in sog. Astronomischen Einheiten (A.E.). , was die mittlere Entfernung Erde-Sonne bedeuten soll.

Dazu muss man die Entfernung Erde-Sonne bestimmen. Weiter unten wird beschrieben, wie diese Entfernung durch Messung der Parallaxe bestimmt werden kann. Kennt man die Entfernung Erde-Sonne, kann man die Entfernung der anderen Planeten (Merkur, Venus, Mars, Juptier,…) mittels der Keplerschen Gesetze berechnen.

Die Astronomische Einheit wurde 2012 durch die IAU (Internationale Astronomische Union) als exakt 1 A.E.  = 149 597 870 700 m festgelegt. Dadurch ist gleichzeitig auch das Parsec (s.u.) festgelegt.

In der Milchstraße: Lichtjahre

Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht (im Vakuum) in einem Jahr zurücklegt.

Die Lichtgeschwindigkeit ist im SI-System festgelegt als: 299.792.458 m/s

Tabelle 1: Was ist ein Lichtjahr

Größe  Wert Einheit  Formel
Lichtgeschwindigkeit  2,99792458 108  m/s
Julianisches Jahr  365,25  Tage
Julianisches Jahr  3,1558 107  Sekunden  Tage*60*60*24
Lichtjahr  9,4607 1015  m  Geschwindigkeit * Zeit
Lichtjahr   1  ly

Damit ergibt sich:

\( 1 \space Lichtjahr = Lichtgeschwindigkeit \cdot Länge eines Jahres = 2,99792458 \cdot 10^8 \cdot 3,1558 \cdot 10^7 m = 9,46 \cdot 10^{15} \space m \)

Das Lichtjahr wird gerne in populärwissenschaftlichem Zusammenhang benutzt.

Beispiel: Milchstraße

Der Durchmesser unserer Milchstrasse beträgt 100.000 Lichtjahre…

Beispiel: Proxima Centauri

Die Entfernung zu unserem nächstgelegenen Fixstern “Proxima Centauri” beträgt: 4,24 ly

Mit einem modernen Verkehrsflugzeug (1000 km/h) würde eine Reise dorthin 4,6 Mio Jahre dauern.

Längeneinheit: Angström

Bei ganz kleinen Längen (Mikroskop, Lichtwellenlängen etc.) verwendet 1 Angström = 0,1 Nano Meter (nm) = 10-10 m

Entfernungsbestimmung durch Messung der Parallaxe

Grundlage ist die Tatsache, dass alle Himmelskörper an die dahinter liegenden Hintergrundsterne (Himmelssphäre) projiziert erscheinen. Verändert der Beobachtungsort seine Lage, so verschiebt sich der projizierte Ort am Himmel. Diese parallaktische Verschiebung ist umso größer, je größer die Ortsveränderung des Beobachters und je näher das Gestirn ist. Eine Standortänderung eines Beobachters auf der Erde ergibt sich durch deren Rotation (tägliche Parallaxe), die Bewegung der Erde um die Sonne (jährliche Parallaxe) und die Bewegung der Sonne mitsamt den Planeten im Milchstraßensystem (säkulare Parallaxe).

Die Entfernung zu Fixsternen ausserhalb unseres Sonnensystems können wir durch Messung der “jährlichen Parallaxe”, also mit der Basis des Erdbahnradius von 150 Mio km bestimmen.

Entfernungseinheit: 1 Parsec (für Parallaxen Sekunde) – die Entfernung, in der die Parallaxe 1 Bogensekunde beträgt.

Bezeichnen wir die jährliche Parallaxe eines Sterns in Bogensekunden mit p und die Entfernung dieses Sterns in Parsec mit r, so gilt:

\( \Large r = \frac{1}{p} \\ \)

Weil  \( 1 \space Bogensekunde = \frac{2 \pi}{60*60*360} = 4,8481368 \cdot 10^{-6}  \)  im Bogenmass ist, ergibt sich das Parsec zu:

\( \frac{1 A.E.}{4,8481368 \cdot 10^{-6}} = \frac{149 597 870 700 \, m}{4,8481368 \cdot 10^{-6}}  = 3,08567758 \cdot 10^{16} m \)

Maßeinheiten der Länge im Vergleich

Tabelle 2: Maßeinheiten

 Größe  Wert Einheit  Formel
 Astronomische Einheit  149,5978707 Mio km  1 Mio = 106   (festgelegt)
 Astronomische Einheit  1,495978707 1011 m  103 m = 1 km   (festgelegt)
 Astronomische Einheit  1 A.E.
 Winkel  1 Bogensekunde
 Winkel  4,8481368 10-6 Bogenmass   2 pi / (60*60*360)
 Parsec  3,08567758 1013 km   A.E. / Winkel
 Parsec  3,08567758 1016 m   103 m = 1 km
 Parsec 3,26  ly  10 * 3,08567758 / 9,46
 Parsec  1  pc
 Julianisches Jahr  365,25  Tage  festgelegt
 Julianisches Jahr  31 557 600  s  365,25*24*60*60
 Lichtjahr   9,46 1015  m  299792458 m/s * 31557600 s
 Lichtjahr   1  ly

Zum Vergleich: 1 Parsec = 3,2 Lichtjahre.

Sehr gerne wird von Astronomen die daraus abgeleitete Entfernungseinheit “Mega Parsec” verwendet…

Erathostenes: Die Erdumfang

Erste bekannte Bestimmung des Erdumfangs stammt von Erathostenes (276 v.Chr – 194 v.Chr.), einem Freund des Archimedes.

Erathostenes beobachtete, das in Syene (heute Assuan) die Sonne bei ihrem Höchststand ganz senkrecht in einen tiefen Brunnen schien – Assuan liegt auf dem Wendekreis. In Alexandria dagegen erreichte die Sonne bei ihrem Höchststand nicht die genaue senkrechte, sondern warf einen kleinen Schatten. Diesen Einfallswinkel der Sonne bestimmte er zu 1/50 eines Kreises, also ca. 7,2 Grad.

Die Entfernung von Alexandria nach Syene war damals durch Landvermessung bekannt, nämlich 5000 Stadien. Also musste der Erdumfang 50 * 5000 Stadien = 250000 Stadien sein. Die Frage ist nur noch, welche Länge hatte damals ein Stadie…

Abbildung 1: https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/ordnungssysteme/kartografie_das_gesicht_der_erde/eratosthenesberechntedenerdumfangsehrgenau100~_v-gseapremiumxl.jpg”

 

Abbildung 2: Encyplopaedia Britannica (Wikipedia: Eratosthenes_measure_of_Earth_circumference.svg)

Erathostenes

Aristarch von Samos: Erde – Mond – Sonne

Aristarch von Samos (310-250 v.Chr.) hat versucht, die Entfernungen von Mond und Sonne in Relation zu setzen. Er nutzte dazu die Stellung dieser Gestirne bei Halbmond aus:

Abbildung 3: Aristarch von Samos (Leifiphysik: 50sonnenentfernung_nach_aristarch.gif)

Quelle: https://www.leifiphysik.de/sites/default/files/images/5a15c1d5df48707705166eb72ed95511/505sonnenentfernung_nach_aristarch.gif

Aristarch hat den Winkel von Mitte Halbmond zu Mitte Sonne mit 87  “gemessen” (er sagte: “Ein Dreißigstel des Viertelkreises weniger als ein Viertelkreis”). Daraus ergibt sich das Verhältnis von Mondentfernung zu Sonnenentfernung wie 1 zu 19.

Die heutigen Zahlen sind:

  • Entfernung Erde – Mond:  384400 km
  • Entfernung Erde – Sonne: 150000 Mio km

Also ist das Verhältnis 1 zu 390.

Hier lag Aristarch also ziemlich weit daneben. Die Ungenauigkeit ist vielleicht verständlich, weil erstens der Halbmond nicht ganz so scharf zu bestimmen ist und zweitens so ein großer Winkel am Taghimmel auch nicht so einfach zu messen ist.

Trotz der – aus heutiger Sicht – großen Ungenauigkeit dieses ersten Versuchs von Aristarch, ist das Ergebnis für die damalige Zeit revolutiomär, denn bis dahin ging man davon aus, dass alle Gestirne am Himmel in etwa die gleiche Entfernung von der Erde haben – die sog. “Himmelskugel”.

Bestimmung der Entfernung Erde – Mond durch Parallaxe

Die Entfernung zum Mond kann durch Messung seiner täglichen Parallaxe bestimmt werden.

Dazu nimmt man zwei Beobachter auf möglichst unterschiedlichen geografischen Breiten und möglichst gleicher geografischer Länge…

Ptolemäus (160 – 125 v.Chr.) konnte die tägliche Parallaxe des Mondes anhand der Beobachtung von Mondfinsternissen zu 53,9′ bestimmen, was recht gut zu dem heutigen Wert von 57′ passt.

Mit einem Erdradius von R = 6371 km ergibt sich daraus eine Entfernung von D = R /Bogenmass(57′).

\( D = \Large \frac{6371 km}{57 \cdot \frac{2 \pi}{360 \cdot 60}} = \frac{6371 km}{0,0165806279}\)

Daraus ergibt sich eine Entfernung Erde – Mond von  D = 384244 km

Bestimmung der Entfernung Erde – Mars durch Parallaxe

Den ersten Erfolg mit einer Parallaxenmessung hatte J. D. Cassini (1625-1712), der 1672 die Marsparallaxe bestimmte. Von England und von Frankreich aus wurde zu gleicher Zeit der Ort des Planeten Mars unter den Fixsternen gemessen und damit seine Entfernung von der Erde bestimmt. Mit Hilfe des dritten Keplerschen Gesetzes konnten damit auch die Entfernungen der Erde und der übrigen Planeten von der Sonne bestimmt werden. Als Abstand Erde – Sonne (die astronomische Einheit) erhielt man einen Wert von 134 bis 140 Millionen Kilometer. (Heute gültiger Wert: 149,6 Millionen km.)

Bestimmung der Entfernung Erde – Sonne durch Parallaxe

Die Entfernung zur Sonne kann durch Messung ihrer täglichen Parallaxe bestimmt werden.

Die täglichen Parallaxe der Sonne beträgt am Erdäquator 8,8” (z.B. Venusdurchgang).

Venusdurchgänge 1761 und 1769

Mit einem Erdradius von R = 6371 km ergibt sich daraus eine Entfernung von D = R /Bogenmass(8,8″).

\( D = \Large \frac{6371 km}{8,8 \cdot \frac{2 \pi}{360 \cdot 60 \cdot 60}} = \frac{6371 km}{0,0000426636}\)

Daraus ergibt sich eine Entfernung Erde – Sonne von D = 149 331 032 km.

Die Entfernungseinheit: 1 Astronomische Einheit (A.E.) = 150 Mio km – wird benutzt, um Entfernungen innerhalb unseres Sonnensystems anzugeben.

Sterne in unserer Nähe: Parallaxe

Wilhelm Bessel (1784-1846) konnte als erster eine Fixstern-Parallaxe messen und zwar beim Stern 61 Cyg. Bessel hat in den Jahren 1837/38 die jährliche Parallaxe von 61 Cyg zu 0,31″ bestimmt, was eine Entfernung von \( \frac{1}{0,31} = 3,2258 \) Parsec also \( 3,2258 \cdot 3,259 = 10,5 \space Lichtjahre \) ergibt. Neuere Messungen der Parallaxe ergeben: 0,286″.

Damit war auch das Heliozentrische Weltbild endgültig bestätigt. Die Erde bewegt sich um die Sonne. Die Parallaxen sind ein Spiegelbild dieser Erdbewegung.

Durch genaue Messung der Parallaxe kann man heute die Entfernungen im Sonnensystem und auch zu den Sternen in der näheren Umgebung bis ca. 300 Lichtjahre messen.

Standard-Kerzen: Delta Cepheiden

Henrietta Swan Leavitt (1868-1921) entdeckte 1912  die “Perioden-Leuchtkraft-Beziehung” anhand von Aufnahmen der Kleinen Magellanschen Wolke (SMC).

Cepheiden sind Pulsationsveränderliche – ihre Leuchtkraft bzw. Helligkeit verändert sich streng periodisch.
Die Helligkeit hängt bei Cepheiden mit der Länge ihrer Periode zusammen (Perioden-Leuchtkraft-Beziehung)
Cepheiden dienen zur Entfernungsmessung im Kosmos: aus der Beobachtung der Periodendauer kann man direkt auf die absolute Helligkeit schließen. Durch die Messung der scheinbaren Helligkeit dann mit dem Entfernungsmodul die Entfernung berechnen werden.

Die Cepheiden in der SMC haben ja alle die gleiche Entfernung, deshalb gilt die Beziehung zwischen Periode und Helligkeit auch für die absolute Helligkeit, also die Leuchtkraft. Es ist ledigleich eine Kalibrierung erforderlich.
\(m – M = 5 \cdot (\lg{r} – 1) \)

\(r = 10^{1+\frac{m-M}{5}} \)

1913 gelang Ejnar Hertzsprung (1873-1967) dann die Bestimmung der Entfernung einiger Cepheiden der Milchstraße, womit die Entfernung (und damit die absolute Helligkeit) zu allen Cepheiden kalibriert werden konnte.

Die Cepheiden-Methode reicht bis knapp zu den Galaxien des Virgo-Galaxienhaufes (Entfernung bis 23 Mpc) und dient so auch der Entfernungsbestimmung extragalaktischer Systeme.

Standard-Kerzen: Supernovae vom Typ Ia

Eine Supernova ist das kurzzeitige, helle Aufleuchten eines massereichen Sterns am Ende seiner Lebenszeit durch eine Explosion, bei der der ursprüngliche Stern selbst vernichtet wird. Die Leuchtkraft des Sterns nimmt dabei millionen- bis milliardenfach zu, er wird für kurze Zeit so hell wie eine ganze Galaxie.

Man kennt zwei grundsätzliche Mechanismen, nach denen Sterne zur Supernova werden können:

  1. Massereiche Sterne mit einer Anfangsmasse von mehr als etwa acht Sonnenmassen, deren Kern am Ende ihrer Entwicklung und nach Verbrauch ihres nuklearen Brennstoffs kollabiert. Hierbei kann ein kompaktes Objekt, etwa ein Neutronenstern (Pulsar) oder ein Schwarzes Loch, entstehen. Dieser Vorgang wird als Kollaps- bzw. hydrodynamische Supernova bezeichnet.
  2. Sterne mit geringerer Masse, die in ihrem vorläufigen Endstadium als Weißer Zwerg Material (z. B. von einem Begleiter in einem Doppelsternsystem) akkretieren, durch Eigengravitation kollabieren und dabei durch einsetzendes Kohlenstoffbrennen zerrissen werden. Dieses Phänomen wird als thermonukleare Supernova oder Supernova vom Typ Ia bezeichnet.

Supernovae vom Typ Ia sind eine gute Standardkerze und können so zur Entfernungsbestimmung benutzt werden.

Die absolute Helligkeit (Helligkeit in einer Entfernung von 10 Parsec) einer Supernova vom Typ Ia lässt sich mit Hilfe der sog. “Phillips-Beziehung” rechnerisch ermitteln.

Wenn wir dann die scheinbare Helligkeit messen, ergibt sich daraus die Entfernung r (in Parsec), da ja die scheinbare Helligkeit mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt.

\(r = 10^{1+\frac{m-M}{5}}  \)

Auf diese Weise konnte 1923 die Entfernung des Andromedanebels (M31) ermittelt werden.

Hubble-Konstante

Edwin Hubble (1889-1954) beobachtete in den Spektren von Galaxien eine Rotverschiebung.

Er interpretierte diese Rotverschiebung z als Dopplereffekt hervorgerufen durch eine Fluchtgeschwindigkeit v der Galaxien.

\(\displaystyle z = \frac{v}{c} \)

Edwin Hubble konnte 1929 nachweisen, dass diese Rotverschiebung (interpretiert als Fluchtbewegung) mit der Entfernung D der Galaxien zunimmt.  Es waren zwar nur 18 Galaxien, die Hubble untersuchte, doch mit wachsender Zahl hat sich dieses Ergebnis bestätigt. Dieser Zusammenhang ging als Hubble-Effekt in die Kosmologie ein.

\(\displaystyle v = H_0 D \)

Das Hubble-Gesetz zeigt einen linearen Zusammenhang zwischen Fluchtgeschwindigkeit v und der Distanz D mit einer Proportionalitätskonstante, der Hubble-Konstanten H0. Die Linearität hat jedoch nur im nahen Universum ihre Gültigkeit, nämlich bis zu einem maximalen Abstand von gut 400 Mpc oder z  kleiner als 0,1. Für weiter entfernte Objekte bricht die Linearität zusammen.

Bei größeren Geschwindigkeiten (d.h. groß relativ zur Lichtgeschwindigkeit) müssen zusätzlich die relativistischen Effekte berücksichtigt werden. Das erfolgt dann mit Hilfe der sog. “Robertson-Walker-Metrik” und die “Friedmann-Gleichung“.