Astronomie: The Astro Zone System

Gehört zu: Astrofotografie
Siehe auch: Bildbearbeitung, Schärfen, Entrauschen

Quelle: Youtube-Video von Frank Sackenheim

Das Prinzip der vier Zonen

Ein typisches Astrofoto eines Deep-Sky-Objekts hat Bereiche verschiedener Qualität, die wir möglicherweise unterschiedlich bearbeiten wollen.

Sichtbar machen kann man diese “Zonen” z.B. mit Adobe Photoshop auf folgende Weise:

  • Wir öffnen ein geeignetes Astrofoto
  • Wir wandeln das Photo in Graustufen um ( Bild -> Modus -> Graustufen)
  • Wir machen eine sog. Tontrennung in vier Stufen (Bild -> Korrekturen -> Tontrennung)

Andere Photoshop-Versionen:

  • Die Funktion “Tontrennung” heist in der englischen Version “Posterize”
  • In Photoshop CS2 findet man das unter Bild -> Anpassen -> Tontrennung

Dann haben wir vier Bereiche “Zonen” in unserem Bild. Dieser Ansatz stammt von Ron Wodaski, der dies “Vier-Zonen-System” nennt. Die vier Zonen sind:

  1. Der Hintergrund “Zone 1 (Dunkelbereich)” soll – ohne Rauschen – sehr dunkel sein
  2. Gebiete mit schwachen Nebeln “Zone 2 (Dunkelgrau)” haben ein schlechtes Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und können nicht geschäft, sondern nur entrauscht werden.
  3. Gebiete mit stärkeren Nebeln “Zone 3 (Hellgrau)” haben ein gutes Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und sollten geschärft werden.
  4. Die ganz hellen Bereiche “Zone 4 (Hell)” das sind überwiegend die Sterne, die haben ein super-gutes SNR und sollten ebenfalls nicht entrauscht werden…

Die Bildbearbeitung

Nachdem wir uns das Prinzip der vier Zonen so klargemacht haben, geht es an die (ggf. unterschiedliche) Bearbeitung der vier Zonen. Dazu laden wir das ursprüngliche Astrofoto (in Farbe) in Photoshop.

Die vorbereitende Bildbearbeitung

Bevor wir die vorgestellten Zonen selektiv betrachten, beginnen wir die Bildbearbeitung ganz “konventionell”:

  • Die Einzelaufnahmen sollten im RAW-Format (d.h. 16 Bit Tiefe) vorliegen
  • Stacken der einzelnen Frames (mit Darks, Flats und Bias Frames)
  • Rand abschneiden (sonst haben wir möglicherweise einen komischen Effekt links im Histogramm)
  • Stretchen – dabei einen “weisen” Schwarzpunkt setzen (weise = nach rechts ans Gebirge heranfahren, aber etwas Abstand halten)

Die Bearbeitung der vier Zonen

Die Zonen 1 und 2 müssen im Wesentlichen entrauscht werden; Zone 2 vorsichtiger als Zone 1.
Die Zonen 3 und 4 müssen im Wesentlichen geschärft werden: Zone 3 klaro, Zone 4 wie ???

Um eine getrennte Bearbeitung von Zone 1 und 2 einerseits von Zone 3 und 4 andererseits zu erreichen, verwenden wie eine Luminanzmaske.

Als Luminanzmaske nehmen wir einfach das Bild selbst als Maske. Das machen wir so:

  • Das ganze Bild auswählen (Strg-A)
  • Das ausgewählte Bild in die Zwischenablage übertragen (Strg-C)
  • Eine leere Maske hinzufügen:  Unten das Symbol “Ebenenmaske hinzufügen”
  • In die leere Maske zum Bearbeiten hineingehen (Alt-Klick)
  • Die Zwischenablage in die leere Maske einfügen (Strg-V)

Bearbeiten von Zone 1 und Zone 2

Ebenenenmaske

Zum Entrauschen (für Zone 1 und 2) müssen wir die Lumanzmaske invertieren (Strg-I).
Die Luminanzmaske sollten wir durch manipulieren am Histogramm (Schwarzpunkt bzw. Weisspunkt verschieben) und durch Weichzeichnung (Gaußscher Weichzeichner) noch etwas verbessern, bevor wir sie zur Bildbearbeitung benutzen.

Entrauschen

Welchen Rauschfilter nehmen wir dazu? Es gibt viele Rauschfilter; alle arbeiten im Prinzip so, das sie die Auflösung verringern; d.h. also etwas “glätten”. Die Unterschiede bei den verschiedenen Rauschfiltern liegen im Wesentlichen bei den Argorithmen nach denen sie die Bildteile auswählen auf die sie wirken sollen. Da wir dafür extra eine schöne Ebenenmaske erstellt haben, genügt zunächt ein ganz einfacher Rauschfilter z.B,:

Photoshop Menüleiste -> Filter -> Rauschfilter -> Rauschen entfernen

Bearbeiten von Zone 3 und Zone 4

Ebenenmaske

Um Zone 3 und 4 isoliert zu bearbeiten, nehmen wie wiederum die Luminanzmaske; diesmal aber ohne sie zu invertieren. Ggf. wollen wir die Luminanzmaske noch leicht modifizieren indem wir im Histogramm die Schwarz- und Weisspunkte verschieben und schließlich einen Gaußschen Weichzeicher einsetzen.

Schärfen

Welchen Schärfungsfilter nehmen wir dazu?

Photoshop Menüleiste -> Filter -> Scharfzeichnungsfilter -> Unscharf maskieren…

Die abschließende Bildbearbeitung

Die entrauschten Zonen 1 und 2 müssen mit den geschärften Zonen 3 und 4 nun zusammengesetzt werden.

Physik: Quantenmechanik

Gehört zu: Physik
Siehe auch: Kosmologie, Teilchenphysik, Von Pythagoras bis Einstein, Lineare Algebra, Plancksches Strahlungsgesetz
Benötigt: WordPress Latex-Plugin, Fotos von Wikipedia

Stand: 30.01.2026   (Doppelspalt-Experiment, Compton-Streuung, Observable)

Der Weg der Quantenmechanik

Im Jahr 1900 formulierte Max Planck (1858-1947) sein Strahlungsgesetz und seine Quantenhypothese. Erst um 1925 entwickelte sich daraus eine Quantentheorie/Quantenmechanik, die die physikalische Systeme im Kleinen (z.B. Elementarteilchen, Atome,…). gut beschreibt. Wesentliche Etappen sind:

Klassische Mechanik

Youtube-Video von Sean Carroll: https://youtu.be/dCrbOmBsTRk?feature=shared

Vor der Quantenmechanik hatten wir so bis 1890 eine schöne heile Welt. Die klassische Mechnik mit wenigen kleineren ungelösten Fragen. Dachte man.

Wir hatten Materie und Kräfte. Die Materie bestand aus Teilchen, die Kräfte waren Felder. Man musste also alle Teilchenarten finden und dann die Kraftfelder, die auf sie wirken, um das Verhalten der Teilchen mit Ort und Geschwindigkeit zu beschreiben. Dachte man.

Dann kam aber die Quantenmechanik und wollte statt mit Ort und Geschwindigkeit alles mit Wellenfunktionen beschreiben. so eine Welle hätte aber keinen Ort.

Verständnis der Quantenmechanik

Die Formalismen der Quantenmechanik dienen lediglich als Mittel zur Vorhersage der relativen Häufigkeit von Messergebnissen; diese werden als die einzigen Elemente der Realität angesehen.

Eine wirkliches “inneres” Verständnis der Quantenmechanik ist heute noch nicht vorhanden. Man kann zwar damit “rechnen”, weiss aber eigentlich nicht, was da “im Inneren” passiert. Link: https://en.wikipedia.org/wiki/Interpretations_of_quantum_mechanics

Zitat Richard Feynman: “I think I can safely say that nobody understands quantum mechanics.”
Link: https://www.researchgate.net/post/I_think_I_can_safely_say_that_nobody_understands_quantum_mechanics_R_Feynman_If_that_statement_is_true_how_can_we_know_if_QM_is_true

Elemente der Quantenphysik (vereinfacht)

Youtube Link “TheNilsor”: https://youtu.be/dtMHf8KGFvI?si=Bw8iABDcKgwzqqGU

Youtube Link “Quantum Sense”: https://youtu.be/3nvbBEzfmE8?si=Yvzk6_Dvtd1qHqzC

Quantenmechanisches System

  • Z.B. ein freies Elektron
  • Z.B. ein Elektron im Potential eines Protons (aka Wasserstoffatom)

Zustand

In der Quantenmechanik wird der Zustand eines quantenmechanischen Systems durch ein Element eines Vektorraums V repräsentiert.

So einen Vektor \( v \in V \) schreibt man gerne in als Ket-Vektor, also \( | v > \).

Anmerkungen:

  • Siehe auch: Bra-Ket-Notation
  • Zu jedem zu beschreibenden quantenmechanischen System bauche ich also einen Vektorraum, dessen Elemente (Vektoren) die Zustände des Systems repräsentieren.
  • Wenn das quantenmechanische System nur aus einem Teilchen besteht sagt man statt “Zusand des Systems” auch gerne “Zustand es Teilchens”
  • In der Quantenmechanik nimmt man immer Vektorräume über dem Körper der Komplexen Zahlen
  • In diesem Vektorraum brauchen wir (für die Physik) noch ein “Inneres Produkt”, wodurch eine Metrik induziert wird und Grenzwert-Prozesse möglich sind.

Observable

Eine messbare physikalische Größe wird durch eine lineare Abbildung \(  M: V \rightarrow V \) repräsentiert.

So eine Abbildung nennt man auch “Operator” und scheibt sie gerne mit einem Dach-Symbol, also:  \(  \hat{M} \)

So ein Operator soll ja eine Messung des Systems in einem Zustand darstellen.

Falls der Zustand in dem gemessen wird ein Eigenvektor des Operators ist, also falls:

\(  M(\vec{v}) = \lambda \vec{v} \)

so wird der Eigenwert λ als Ergebniss (also als der Messwert) interpretiert.

Wir werden sehen, dass die Eigenwerte des Operators reelwertig sind und genau die möglichen Messwerte darstellen. 

Falls der Zustand in dem gemessen wird kein Eigenvektor des Operators ist, wird es komplizierter…

Anmerkungen:

  • So ein “Operator” ist aber, mathematisch gesehen, nichts weiter als eine Abbildung, die also einem Vektor einen weiteren Vektor (als Bild) zuordnet.
  • So eine Abbildung (Operator genannt) kann ja bekanntlich Eigenvektoren mit Eigenwerten haben.
  • Wenn wir eine Vektorbasis nehmen,  könnten wir so eine Abbildung durch eine Matrix repräsentieren  (weil wir ja nur lineare Abbildungen betrachten)…

Erwartungswert

Die Messung einer Observablen in einem Zustand, der als “Eigenzustand” bezeichnet wird, ergibt als Messwert den Eigenwert – wie oben beschrieben.

Wenn ich in einem Zustand v messe, der kein Eigenzustand ist, kann ich “nur” einen sog. Erwartungswert erhalten.

Da die Eigenvektoren meines Operators eine Vektorbasis bilden \( \{ E_i \} \), kann ich den betrachteten Zustand v darstellen als Linearkombination aus den Eigenvektoren:

\( v = \sum{a_i  E_i} \text{ mit } a_i \in \mathbb{C} \)

xyz  

Das Doppelspalt-Experiment mit Licht

Thomas Young (1773-1829) hat im Jahre 1802, das berühmte Doppelspalt-Experiment mit Licht unternommen. Es zeigt Interferenzmuster, was klar auf den Wellencharakter des Lichts hinweist. Damals war die gängige Lehre noch, dass Licht aus Teilchen besteht.

Das Experiment gehört zu den Schlüsselexperimenten der Physik.

Später hat man dieses Experiment auch mit Materiewellen, z.B. 1957 Claus Jönsson mit Elektronen, durchgeführt.

Das Plancksche Strahlungsgesetz

Max Planck (1858-1947) beschäftigte sich mit die Strahlung eines sog. “Schwarzen Strahlers”. Speziell ging es ihm darum, wie sich in Abhängigkeit von der Temperatur die abgestrahlte Energie über die Wellenlängen hin verteilt. Früheren Formeln zur Verteilung der Energie über die Wellenlängen z.B. von Wilhelm Wien und später von Rayleigh-Jeans waren nur Teilerfolge, da sie nur Näherungen für kleine Wellenlängen bzw. größere Wellenlängen waren.

Über das Plancksche Strahlngsgesetz habe ich eine separaten Blog-Beitrag geschrieben.

Quelle: http://www.quantenwelt.de/quantenmechanik/historisch/schwarze_korper.html

Plancks Quantenhypothese

Häufig hört man, dass aus Plancks Formel angeblich die Aussendung der Energie in sog. Quanten (ganzzahlige Vielfache  von h mal ν) folgt. Das kann man aber aus der Formel selbst überhaupt nicht ableiten.

Vielmehr ist es so, dass Planck, nachdem er die Formel formuliert hatte, versuchte sie herzuleiten. Dabei modellierte er (angeblich) die elektromagnetische Strahlung (das Licht) als Teilchen, die sich wie ein Gas verhalten sollten. Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten solcher Teilchen modelliert Planck als unterschiedliche Wellenlängen der Strahlung…

Ein solches Teilchen sollte eine von der Frequenz seiner Strahlung abhängige Energie haben. Das ist die zentrale Formel (Quantenhypothese) von Planck:   \(E = h \cdot \nu \)

Der Photoelektrische Effekt

Einfacher für mich ist die Erklärung mit dem photoelektrischen Effekt. Nach Einstein (1879-1955) besteht das Licht aus Teilchen mit der Energie \(E = h \cdot \nu \), um den photoelektrischen Effekt zu erklären. Diese Lichtteilchen nennt Einstein Photonen. Allerdings haben die Photonen die Ruhemasse Null und bewegen sich in Vacuum immer mit der konstanten Geschwindigkeit der Lichtgeschwindigkeit c.

Nach Einstein nimmt die Intensität von Licht dadurch zu, dass mehr Photonen mit der gleichen Energie pro Teilchen abgestrahlt werden. Der photoelektrische Effekt wirkt aber erst dann, wenn das einzelne Photon die erforderliche Energie hat, um Elektronen aus dem Basismaterial herauszulösen. Es ist also nicht eine bestimmte hohe Intensität des Lichts erforderlich, sondern eine bestimmte hohe Frequenz, um die Auslösearbeit zu leisten…

Dieses Experiment zeigt den Teilchencharakter des Lichts mit Teilchen der Energie \( E = h \cdot \nu \).

Das Bohrsche Atommodell

Der Erfolg dieser Theorien brachte Niels Bohr (1885-1962) dazu, so eine Quantelung auch für die Enegieniveaus der Elektronen-Orbitale in seinem Atommodell anzunehmen.

Man stellt sich dabei so ein Orbital als eine stehende Welle (s. Wellenfunktion) vor.

Compton-Streuung

Der US-amerikanische Physiker Arthur Compton (1892-1962) machte 1922 das berühmte Experiment zur Streuung von Photonen an Elektronen. Dabei war die Frequnz des gestreuten Lichts kleiner als die Frequenz des eingestrahlten Lichts. Diese Differenz in der Frequenz erklärte er durch die an das Elektron übertragene Energie: \( \Delta E = h \cdot \nu_1 \, – \, h \cdot \nu_2 \)

Dieses Experiment zeigt erneut den Teilchencharakter des Lichts mit Teilchen der Energie \( E = h \cdot \nu \).

Dieser Effekt der Frequenzveränderung ist bei sichtbarem Licht so klein, dass man ihn damals nicht messen konnte. Bei kurzwelligerem Licht (Röntgenstrahlen) ist der Effekt deutlich größer, aber man braucht ein genaues Verfahren zum Messen der Wellenlänge von Röntgenlicht. Letzteres machte Compton mit einem Bragg-Kristall.

Materiewellen

Nun ist aber nicht nur so. dass Wellen Teilchencharakter haben, sondern auch Teilchen können Wellencharakter haben.

Zu diesem sog. Welle-Teilchen-Dualismus habe ich einen separaten Blog-Beitrag geschrieben.

Quantelung

Welche physikalischen Größen sollen den nun “gequantelt” sein; d.h. nur in ganzzahligen Vielfachen einer (kleinen) Elementargröße (=Quanten) vorkommen? Kommt jede physikalische Größe in “Quanten” oder nur bestimmte?

Ich habe in Heidelberg gehört, dass die Quantelung nur für physikalische Größen zutrifft, die konjugiert zu einer periodischen Größe sind. Was immer das heissen mag…

Die Wellenfunktion

Zur Beschreibung quantenmechanischer Systeme (z.B. Photonen, Elektronen,…) verwendet die Quantenmechanik sog. Wellenfunktionen. Das sind komplexwertigen Funktionen, die vom Ortsvektor r und von der Zeit t abhängen können:

\( \Psi(r,t): \mathbb{R}^3  \times \mathbb{R} \to \mathbb{C} \)

Dabei, so sagt man, beinhaltet eine Wellenfunktion alle Informationen, um das betreffene quantenmechanische System zu beschreiben. Die Wellenfunktion selbst ist keine beobachtbare Größe, aber aus der Wellenfunktion lassen sich Wahrscheinlichkeitsdichten für alle denkbaren physikalischen Größen berechnen (mit Hilfe sog. Operatoren).

Wie man zu einem quantenmechanischen System die zugehörige Wellenfunktion findet, ist eine besondere Geschichte, die zur Schrödinger Gleichung führt…

Meine Hauptpunkte dazu:

  1. Wenn man eine Wellenfunktion hat, wie kommt man dann zu den Observablen? Stichworte: Operatoren, Korrespondenzprinzip,…
  2. Wie bekommt man überhaupt die Wellenfunktion zu einem quantenmechanischen System? Stichwort: Schrödinger,…

Die Schrödinger-Gleichung

Die Schrödinger-Gleichung ist eine partielle Differentialgleichung deren Lösungen die Wellenfunktionen des betrachteten quantenmechanischen Systems sind.

Näheres dazu habe ich in einem separaten Blog-Artikel geschrieben.

Die Kopenhagener Deutung

Es war die Frage, was die Schrödingersche Wellenfunktion eigentlich bedeuten sollte…

 

 

 

Physik

Gehört zu: Physik
Siehe auch: Quantenmechanik, Thermodynamik, Elektrodynamik

Stand: 01.10.2022

Physik

Am Rande (neben der Astronomie und der Computerei) beschäftige ich mich auch mit Teilaskepten der Physik.

Klassischerweise teilt man das Gebiet der Physik ein in:

  • Mechanik (Klassiker: Galilleo, Newton,…)
  • Thermodynamik (Wärmelehre) (Dampfmaschinen)
  • Elektrodynamik (Elektrizität, Magnetismus)

Geschrieben habe ich folgende Beiträge:

….

 

Computer: Windows 7 in einer Virtual Machine unter Windows 10

Gehört zu: VMware
Siehe auch: Migrating from Windows 7 to Windows 10, Virtualisierung mit VMware oder VirtualBox, Virtual Machine mit Ubuntu Mate
Benutzt: Fotos aus Google Drive

Stand: 25.12.2022

Windows 7 als Virtuelle Maschine

Wenn man bei einer Migration auf Windows 10 dennoch Windows 7 noch zur Sicherheit quasi als Notlösung irgendwie behalten möchte, gibt es ja zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

  • Windows 7 als zweites Betriebssystem – beim Booten des Systems auszuwählen
  • Windows 7 als Virtuelle Maschine unter Windows 10

Installationsdatenträger für Windows 7

In beiden Fällen benötigt man einen Datenträger (z.B. DVD oder ISO) von dem man sein Windows 7 installieren kann.

So einen Datenträger kann man kostenlos bekommen. Etwa hier:

https://www.chip.de/artikel/Windows-7-Neu-installieren-mit-kostenlosem-ISO_139908928.html

Virtuelle Maschinen

Man kann ja unter Windows 10 sog. “Virtuelle Maschinen” laufen lassen. Lösungen für “Virtuelle Maschinen” sind gibt es viele, z.B.:

  • Microsoft: Windows Virtual PC
  • Oracle: VM VirtualBox
  • VMWare: VMWare Workstation

Den VMWare Workstation Player bekommt man kostenlos bei:

https://www.vmware.com/de/products/workstation-player.html

Infos zu VMWare auch bei: https://www.chip.de/downloads/VMware-Player-Workstation_12994646.html

Erstellen einer Virtuellen Maschine

Ich starte die Software VMWare Workstation Player und definiere zuerst eine neue “Virtuelle Maschine”.
Ich habe z.B. folgende Einstellungen verwendet:

Abbildung 1: VMWare Settings  (pCloud: VMWare Settings.jpg)

VMware Workstation Player Settings

Danach muss man in der (noch leeren) virtuellen Maschine das gewünschte Betriebssystem (hier: Windows 7) installieren. Das geht ganz genau so wie die Windows-Neuinstalation auf einem (realen) Computer…

Für die neue Virtuelle Machine werden dann als Hardware- Konfigurationen eingestellt:

  • Memory: 2 GB
  • Virtuelle Festplatte  (Hard Disk 60 GB)
  • Virtueller Netzwerk-Adapter (bridged)
  • Virtuelle Soundkarte (auto detect)
  • Virtueller USB Controller (present)

Abspeichern der Virtuellen Maschine

Die so konfigurierte Virtuelle Maschine speichere ich ab im Ordner:

C:\Data\VirtualMachines\LinuxMint

als Datei:

Ubuntu 64-Bit.vmx

Starten einer Virtuellen Maschine

Zum Starten einer so abgespeicherten Virtuellen Maschine benutze ich die Software VMware Workstation oder ganz einfach die Software VMware Player.

Das Ganze ist zwar etwas “fummelig”, aber wenn man es einmal gemacht hat, hat dann jederzeit auf Knopfdruck ein Windows 7 zur Verfügung.

Astronomie in Namibia: Erdschattenbogen

Gehört zu: Beobachtungsobjekte
Siehe auch: Namibia
Benutzt: Fotos aus pCloud

Stand: 01.01.2023

Der Erdschattenbogen in Namibia

Kurz nach Sonnenuntergang und kurz vor Sonnenaufgang kann man der Sonne gegenüber am Horizont den sog. Erdschattenbogen beobachten.

Man muss eigentlich nur wissen, dass es soetwas gibt und einen freien Blick auf den Horizont haben. Die Luft sollte auch relativ klar sein.

Ich habe es am 20.9.2017 mit meinem iPhone sehr schön in Namibia fotografieren können.

Bildbeschreibung: Panoramaaufnahme des Osthorizonts kurz nach Sonnenuntergang im Westen

Abbildung 1: Der Erdschattenbogen (pCloud: DK_20170918_2058-2069_stitch_beschriftet.jpg)

Astronomie: Nova Cygni 1975

Gehört zu: Welche Beobachtungsobjekte
Siehe auch: Supernovae und Novae

Stand: 16.08.2019

Im Jahre 1975, als ich eigentliche eine astronomische Pause hatte, habe ich doch bei einem kurzen Blick auf den Sternehimmel im Sternbild Cygnus einen Stern gesehen, der da nicht hingehörte – nach meiner Grundlehre im Sterne-Gucken im Bremer Olbers-Planetarium.

Mein Bruder konnte mir dann telefonisch bestätigen, dass es sich um eine Nova handelte. Er selbst war seiner Zeit auf der Jagd nach dem Kometen West.

Nova Cygni 1975: Rektaszension 21h 11m 36.6s, Deklination +48 Grad 09 Minuten und 02 Sekunden

Computer: Windows 10 – Mein Skype ist weg

Gehört zu: Windows
Siehe auch: Video

Das Problem: Skype ist weg

Ein User klagt “auf einmal ist mein Skype weg”

Skype wurde nicht absichtlich gelöscht

Skype wurde zuletzt vor 4 Wochen erfolgreich benutzt.

Bei einer Neu-Installation von Skype sollen auf keinen Fall die Kontakte und der Verlauf verloren gehen.

Informationen zu Skype

Am 11.3.2019 habe ich eine PC-Sprechstunde zum Thema “Skype” gemacht

Zuerst müssen wir ein Skype-Konto haben

Dann die App “Skype for Desktop” herunterladen und installieren

 

Die Lösung

Welche Windows-Version ist installiert?

Ist Skype in der Liste der installierten Programme vorhanden? (und “nur” der Shortcut auf dem Desktop ist weg)

In welchem Ordner ist Skype installiert?

  • z.B. c:\Program Files\WindowsApps
  • z.B. C:\Program Files (x86)\Microsoft\Skype for Desktop

Erscheint Skype in der Liste der gerade aktiven Programme (in der Taskliste)?

Wo werden die Skype-Kontakte und der Skype-Verlauf gespeichet?

Welches eigene Skype-Konto hat der User?

 

Astrofotografie: Mein Workflow mit Plate Solving und APT Schritt für Schritt

Gehört zu: Astrofotografie
Siehe auch: Plate Solving, APT, Checkliste: Ins Auto packen

Stand: 04.09.2021

[srs_total_visitors] Unique Visitors,  [srs_total_pageViews] Page-views

Meine Arbeitsweise für Astrofotografie mit APT: Schritt für Schritt

Am Anfang: Die Planung

Am Anfang steht die Planung. Ich suche mir also ein Objekt als “Beobachtungsobjekt” (z.B. NGC 281) aus, entscheide mich für dafür geeignete Geräte (speziell die Optik und ggf. Filter) und einen geeigneten Standort.

Für das One-Star-Alignment der Montierung, sollte ein heller Stern in der Nähe des geplanten Beobachtungsobjekt ausgesucht werden (hier: Shedar – alpha Cas). Damit beim späteren Plate Solven die schnelle Methode “Near Solving” einfach funktioniert, sollte dieser auch in der APT-Objektliste stehen.

Damit das geplante Beobachtungsobjekt (hier: NGC 281) später einfach angefahren werden kann, sollte es in der APT-Objektliste stehen. Dann können wir beim Plate Solving die schnelle Methode “Near Solving” verwenden und evtl. auch ein schönes “Goto++” zum automatischen zentrieren auf das Objekt machen.

Alle Teile ins Auto packen

Leicht kann man ein Teil vergessen, was vor Ort dann doch dringend benötigt wird. Deshalb habe ich mal eine Checkliste erstellt – vielleicht hilft das ja.

Meine Hardware für den Standardfall ist:

Meine Astro-Software für den Standardfall ist:

  • Windows 10 Pro
  • Windows-Treiber für Seriell-USB-Adapter von LogiLink (Chipsatz PL2303TA)
  • ASCOM Plattform
  • ASCOM-Treiber (EQASCOM) für die Montierung HEQ5 Pro   (enthält auch die EQMOD Toolbox)
  • Cartes du Ciel  für visuelle Gotos
  • APT  für die Steuerung der Kamera (Serienaufnahmen), das Platesolving mit SYNC und das Fokussieren
  • ASCOM-Treiber für den Motor-Fokusser (optional)
  • Stellarium für Foto-Planung
  • Software für den QHY PoleMaster (optional)
  • SharpCap Pro zum Fokussieren und Polar Alignment
  • PHD2 Guiding (optional zum AutoGuiding)

Der Aufbau bei Tageslicht

Am Standort angekommen, baue ich meine Gerätschaften auf (noch bei Tageslicht).

1) Die Montierung HEQ5 Pro wird mit HIlfe einer Wasserwaage waagerecht aufgestellt und grob eingenordet.

2) Stromversorgung herstellen

12V an die HEQ5 Pro Montierung und Motor-Fokusser, 12 Volt an die ZWO ASI294MC Pro, 19 V an den Laptop

3) SynScan-Handbox anschliessen und testen  (alternativ: EQDir-Kabel siehe Punkt 5)

  • Handbox per Kabel mit der Montierung verbinden
  • An der Handbox einstellen: Datum (MM/DD/YYYY), Uhrzeit, Zeitzone, geografische Breite, geografische Länge
  • An der Handbox die vier Pfeiltasten ausprobieren. Die Montierung muss sich dadurch in beiden Achsen bewegen

4) Kabelverbindung zwischen Montierung und Laptop herstellen und testen

  • Handbox: Modus “PC Direct Mode
  • Handbox per Kabel mit dem Laptop verbinden: Serielles Kabel (von Synscan) unten in die mittlere Buchse der Handbox; die andere Seite des Kabels mit Seriell-USB-Adapter (Chip-Satz PL2303TA) an Laptop anschließen
  • Im Geräte Manager nachschauen, welchen COM-Port der Seriell-USB-Adapter benutzt
  • EQMOD-Toolbox aufrufen
    • Dort diesen COM-Port im ASCOM-Treiber-Setup einstellen (Schaltfläche “Driver Setup“)
    • Dann die Schaltfläche “ASCOM Connect” klicken -> das EQMOD-ASCOM-Fenster muss dann aufgehen
    • Im EQMOD-ASCOM-Fenster die vier Pfeiltasten ausprobieren. Die Montierung muss sich dadurch in beiden Achsen bewegen (“Slew Controls”)
    • Schaltfläche “Disconnect” klicken
    • EQMOD Toolbox beenden

5) Alternativ zu 3) und 4): EQDir-Kabel von Montierung zum Computer

6) ASCOM-Verbindung zwischen Montierung und Cartes du Ciel errichten und testen

  • Menüleiste: Telekop -> Verbinden, Schaltfläche “Verbinden”, Schaltfläche “Ausblenden”
  • Einzelheiten dazu in meinem Artikel Cartes du Ciel

7) Kamera ZWO ASI294MC Pro in Betrieb nehmen

  • Stromversorgung testen
  • Modus auf “Manuell” einstellen
  • Speicherkarte auf genügend freien Platz prüfen
  • Datum und Uhrzeit überprüfen
  • Kabelverbindung zwischen Kamera und Laptop herstellen (USB3-Kabel)

8) Software APT testen

  • Cartes du Ciel starten; PHD2 Guiding starten, dann APT starten
  • Connect APT zu Cartes du Ciel   (bei mir automatisch)
  • Connect APT zur Montierung “Gear”; Test: Pfeiltasten
  • Connect APT zur Kamera; Test: Live View

9) Grobe Fokussierung des Teleskops auf ein Horizont-Objekt

Der Aufbau im Dunklen

1) Wenn es dunkel genug ist, mache ich die genaue Einnordung (“Polar Alignment”) mit SharpCap.

2) Das Teleskop manuell auf die Home-Position stellen (einigermassen genau)

3) Die Kamera anschliessen und den Computer starten

4) Nun das One-Star-Alignment

Zum One-Star-Alignment suchen wir uns einen hellen Stern in der Nähe unseres Beobachtungsobjekts, das wir planen zu fotografieren. Der Stern sollte als Objekt in der APT-Objektliste stehen, damit wir die Koordinaten später einfach für ein Near Solving verwenden können.

  • Auf dem Windows-Computer mit der Software Cartes du Ciel ein Goto auf (z.B.) Shedar (alpha Cas) – das Telskop wird nicht genau auf Shedar zeigen, das macht aber nichts
  • mit APT ein Foto machen
  • Objekt für Near Solving aussuchen: Im Reiter “Gear” mit der Schaltfläche “Objekts” den Stern Shedar aussuchen
  • Nun dieses Foto in APT Platesolven, Schaltfläche “Point Craft”, dabei als Objekt
  • Nach erfolgreichem Platesolve  Objekt SYNC und SHOW  (der SYNC muss mit APT gemacht werden, da APT auch das PlateSolving gemacht hat)
  • Im Cartes du Ciel erneut ein Goto auf Shedir (müsste ganz nahe sein)
  • mit APT ein Foto machen, dieses Foto in APT Platesolven, SYNC und SHOW
  • im Cartes du Ciel und im Live View von APT  müsste Shedar jetzt genau mittig im Gesichtsfeld stehen (wenn nicht, den vorletzten und den letzen Schritt wiederholen)

5) Nun haben wir einen hellen Stern (im Beispiel: Shedar) im Teleskop bzw. Live View von APT

  • das Sucherfernrohr darauf einjustieren
  • die Fein-Fokussierung des Teleskops in APT: Reiter “Tools”, dort Schaltfläche “Focus Aid” für FWHM (Full Width Half Maximum) oder HFD (Half Flux Diameter)

Schlussendlich: Das geplante Objekt fotografieren

1) Das geplante Beobachtungsobjekt ansteuern

  • Das geplante Beobachtungsobjekt in der Nähe von Shedir z.B. NGC 281 mit Cartes du Ciel mit Goto ansteuern
  • Zur Sicherheit wieder ein Foto mit APT machen, dieses Foto Platesolven, SYNC und SHOW
  • Im Cartes du Ciel müsste das Beobachtungsobjekt (hier: NGC 281) jetzt mittig im Gesichtsfeld stehen (wenn nicht: APT Goto++)

2) Belichtungszeit und ISO bzw. Gain ausprobieren

  • Reicht die Nachführung bei der gewählten Belichtungszeit?
  • Ist das Histogramm weder rechts noch links abgeschnitten?

3) Nun eine Serienaufnahme als “APT Plan” programmieren. Am Ende des Plans:

  • Kühlung der Kamera abschalten  (APT-Script: #CCDWarm – die Umgebungstemperatur kann nicht per Fühler ermittelt werden)
  • Auf Parkposition schwenken – Tracking wird dabei abgaschaltet (APT-Script: #Park)
  • Abschalten (APT-Script: #Shutdown)

4) Ggf. Autoguiding aktivieren, ggf. Dithering aktivieren

5) Den APT-Plan ausführen mit der Schaltfläche “Start”

Last but not Least

  • Beobachtungsbuch
  • Abbau
  • Heimreise

 

 

Astrofotografie: Leuchtpunktsucher – Telrad etc.

Gehört zu: Astronomie Sucher

Welcher Leuchtpunktsucher?

Ein Leuchtpunktsucher hat keine Vergrößerung, sondern zeigt beim Durchblicken 1:1 den Himmel, lediglich in der Mitte des Gesichtsfeldes ist ein Leuchtpunkt oder ein leuchtendes Kreuz oder konzentrische Ringe eingeblendet. Das hilft ganz gut  bei der Positionierung auf ein Beobachtungsobjekt, das man gut sehen kann. Wenn man das Beobachtungsobjekt nicht sehen kann, aber sich die Position in Bezug auf die sichtbaren Sterne eingeprägt, hat ist es auch eine gewisse Hilfe.

Fabrikate

Solche Sucher gibt es in unterschiedlicher Art:

  • Telrad
  • StarPointer Pro
  • Sky Surfer
  • TS Optics RDA/RDS   (RD = Red Dot)
  • Meade Leuchtpunktsucher
  • Leuchtpunktsucher für Schusswaffen

Wichtige Unterschiede

  • Die eingebelendete Ringe etc. müssen auf ganz geringe Lichtstärke herabgeregelt werden können
  • Ein offner kleiner Keis ist besser als ein Punkt oder Kreuz
  • Ersatzbatterien: Telrad benötigt standardmäßige AA-Batterien; andere bracuen spezielle Knopfzellen
  • Automatische Abschaltung damit Batterie nicht leer läuft
  • Wie leicht ist der Sucher zu justieren?

Meine Erfahrungen

Leuchtpunktsucher (Leuchtpunktsucher blendete weil zu hell)   am 5.10.2015 von astroshop Nimax GmbH für EUR 70.90

Astronomie – Computer: ASIAIR Astrofotografie

Gehört zu: Astrofotografie
Siehe auch: Polar Alignment, StellarMate, INDI, Android, Bluestacks, VPN, Fokussieren mit ASIAIR, Fotografieren mit ASIAIR, Stacken mit ASIAIR

Benutzt:  Fotos von pCloud

Stand: 15.04.2025

Warnung / Disclaimer

Diesen Blog-Artikel schreibe ich ausschließlich zu meiner persönlichen Dokumentation; quasi als mein elektronisches persönliches Notizbuch. Wenn es Andere nützlich finden, freue ich mich, übernehme aber keinerlei Garantie für die Richtigkeit bzw. die Fehlerfreiheit meiner Notizen. Insbesondere weise ich darauf hin, dass jeder, der diese meine Notizen benutzt, das auf eigene Gefahr tut.
Wenn Produkteigenschaften beschrieben werden, sind dies ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen als Laie mit dem einen Gerät, welches ich bekommen habe.

Praktisches Arbeiten mit dem Computer ASIAIR

Link: https://astroguide.starlust.de/html/1Starlust-StarGuide.php

Für das praktische Arbeiten mit der ASIAIR habe ich mehrere separate Blog-Artikel geschrieben. 
Der Versionsstand ist dabei: Firmware: V1.4.16.1, ASIAIR App: V2.5.2

Die ASIAIR: Ein kleiner Astrofotografie-Computer

Anstelle von ausgewachsenen Windows-Computern hört man in letzter Zeit (heute ist Juli 2019) immer öfter von kleinen Geräten, wie “ASIAIR” (von der Firma ZWO), die den “großen” Windows-Computer ablösen  könnten.

ASIAIR ist eine kleine Kiste (anfangs ein Rasberry Pi  Computer), die man an seine Monierung bzw. das Teleskop hängt, und der einiges kann…

Ähnliche Produkte sind u.a.

  • Celestron StarSense
  • StellarMate
  • Prima Luce Eagle (mit Windows 10 Pro)
  • Raspberry Pi mit freier Software z.B. AstroBerry

ASIAIR ist ein kleiner Computer, mit dem man ohne traditionelle Computer Astrofotografie betreiben können soll – das Ding wird als “Astrofotografie-Computer” bezeichnet.

Link: https://www.highpointscientific.com/astronomy-hub/post/how-tos/zwo-asiair-guide

Link: http://astronomy.robpettengill.org/blog210929.html

Es gibt viele verschiedene Versionen des ASIAIR Computers:

  • ASIAir (keine Power Ports)
  • ASIair Mini
  • ASIAIR Pro
    • Platine: Rasberry Pi 4a (Linux)
    • CPU: Broadcom BCM2711 quad-core Cortex-A72 (ARM v8) 64-bit SoC @ 1.5GHz processor
    • Memory: NAND flash micro SD card
    • jetzt mit 12V Power Ports
    • Astro with INDI
    • All Sky Polar Alignment (experimental)
  • ASIAIR Plus 32G
    • Platine: Rasberry Pi4 Modell B
    • CPU: Broadcom BCM2711 quad-core Cortex-A72 (ARM v8) 64-bit SoC @ 1.5GHz processor
    • Memory: eMMC system disk (makes the SD card slot available for the user)
    • Betriebssystem nicht mehr auf SD-Karte, sondern auf internem eMMC-Speicher
    • USB-C Buchse (z.B. zum schnelleren Datentransfer auf einen Windows-PC)
    • Power Ports mit LED-Anzeige
    • Astro with INDI
    • Neuer WiFi-Adapter
    • Externe WiFi-Antenne
    • All Star Polar Alignment
  • ASIAIR Plus 256G
    • Platine nicht mehr von Rasberry Pi, sondern von ZWO proprietär optimiert
    • CPU: Rockchip RK3568B2
    • Memory: eMMC system disk (makes the SD card slot available for the user)
    • Betriebssystem nicht mehr auf SD-Karte, sondern auf internem eMMC-Speicher
    • USB-C Buchse (z.B. zum schnelleren Datentransfer auf einen Windows-PC)
    • Power Ports mit LED-Anzeige
    • Astro with INDI
    • Neuer WiFi-Adapter
    • Externe WiFi-Antenne
    • All Star Polar Alignment

Eigenschaften und Funktionen des ASIAIR

  • Computer: Der ASIAIR-Computer basierte ursprünglich auf einem Rasberry Pi; also mit LINUX und INDI
  • Stromversorgung: ASIair:  5 V , ASIAIR PRO: 12V
    Falls man basismäßig 12V benutzt, kann man den mitgelieferten Konverter 12V -> 5V benutzen (3 A)
  • USB: Der ASIAIR hat 4 USB 2.0 Anschlüsse und fungiert so also als USB-Hub
  • 1 HDMI Anschluss (neuere Modelle haben stattdessen USB-C)
  • 1 Ethernet-Anschluss
  • WiFi/WLAN: Der ASIAIR spannt einen WLAN Access Point auf, über den sich ein Tablet oder SmartPhone mit dem ASIAIR verbinden kann. Auf dem Tablet läuft dann eine ASIAIR-App.
  • ASIAIR unterstützt ASI-Kameras und eine Reihe von DSLRs (z.B. Canon 600D u.a.)
  • Teleskopsteuerung: ASIAIR unterstützt viele gängige Montierungen.
    ASIAIR controls the mount through INDI. iOptron, Sky-Watcher are all tested with ASAIR by us.
    INDI Mount support list:  http://indilib.org/devices/telescopes.html
  • Goto-Funktion mit einer pre-loaded Objektlist (realisiert über INDI).
  • Steuerung der primären Kamera (am Teleskop)  z.B. ASI294MC Pro
    Speicherung der Fotos auf SD-Karte max. 32 GB (bei neueren Modellen auch im internen eMMC Speicher
  • Autoguiding  über ST4  – oder Pulse Guiding
    Als Guiding-Kamera dient z.B. eine ASI 120 Mini
  • Plate Solving und SYNC zur Montierung  (wird “Analysis” genannt)
  • Das Polar Alignment konnte in früheren Versionen ausschließlich mit der “Main Camera” vorgenommen werden. Jetzt geht es auch mit der “Guide Camera”

Erste Schritte mit dem ASIAIR

Am 28. Juli 2024 habe ich dann doch einen ASIAIR Plus 256GB zu einem günstigen Preis bei Teleskop-Service gekauft. Am Mittwoch, dem 31. Juli 2024 kam das Teil per DHL an. Nach dem Auspacken geht es nicht gleich mit dem Astro-Betrieb los, sondern es gibt noch einige Schritte zu tun:

  • Der ASIAIR-Computer muss mit Strom versorgt werden (Netzteil) und angeschaltet werden
  • Die ASIAIR-App muss auf ein Handy heruntergeladen (Android Google Play Store) und installiert werden.
  • Das Handy mit der ASIAIR-App muss mit dem WiFi des ASIAIR-Computers verbunden werden (Passwort: 12345678)
  • Firmware Updates installieren (geht quasi von alleine, aber bei mir hängt es am Schluss)
  • Registrieren des ASIAIR bei ZWO (dazu ist eine Internetverbindung erforderlich)

Meine ersten Probleme mit dem ASIAIR Plus

  1. Zur Steuerung mit der ASIAIR brauche ich zwingend die ASIAIR-App, die nur auf Apple iOS oder Android verfügbar ist. Für Windows gibt es die nicht.
  2. Bei Android kann ich nicht mein altes Tablet (Samsung Galaxy Tab Active SM-T365) verwenden, da als Android Version mindestens Version 8.1 erforderlich ist.
  3. Die ASIAIR-App ist auf einem Smartphone viel zu klein, um die vielen Steuerungen gut durchzuführen. Es ist ein Tablet (oder Windows-Computer) zweckmäßig.
  4. Beim Firmware-Update hängt mein Android Smartphone und der Akku wird fast leer – nach einem Neustart funktioniert aber alles
  5. Ich möchte gern beim WiFi den sog. Station Mode verwenden. Die ASIAIR Android-App findet dann aber nicht das ASIAIR-Gerät in meinem IP-Netz. Ich muss die IP-Nummer wissen und sie dann per Hand mühsam eingeben.
  6. Ich kann die ASIAIR-App auf meinem Windows-Laptop verwenden, wenn ich BlueStacks installiere.
  7. Im Dauerbetrieb unter BlueStacks wird mein Windows-Laptop allerdings extrem heiß.
  8. Als Teleskop muss ich EQMod Mount einstellen und dann unbedingt als Interface “Serial” anklicken, denn ich arbeite ohne Handbox, nur mit einem EQDir-Kabel.
  9. Zum Fokussieren meiner Astrokamera ZWO ASI294MC Pro kann ich den Video Mode oder den Focus Modus der ASIAIR verwenden.
    Beim FocusModus gibt es eine Zoom-Funktion; beim Video-Modus leider nicht. Im Preview-Modus kann man mit Finger-Geste vergrößern (BluStacks: Strg+Mausrad)
  10. Die Belichtungszeit kann ich im Focus-Modus leider nur in vorgegebenen Stufen einstellen – das passt nicht.
    Im Video-Modus kann ich die Belichtungszeit sehr fein (fast zu fein) einstellen – das geht schon…
    Im Preview-Modus wieder nur die vorgegebenen Stufen – das macht da aber nix…
  11. In beiden Fällen (Focus Mode und Video Mode) kann ich dann meinen ZWO EAF zum Fokussieren verwenden indem ich links auf das Focus-Symbol klicke. Allerdings gibt es nur zwei Geschwindigkeiten “Slow” und “Fast”. Die Einstellung der Schrittweiten dazu muss vorher beim EAF als”Fine” und “Coarse” vorgenommen werden.
  12. Dithering geht nur zusammen mit Autoguiding – ich brauche aber Autoguiding garnicht.
  13. Die Sprache der Benutzeroberfläche kann sein chinesisch oder englisch. Die Einstellung erfolgt etwas kryptisch auf der ersten Seite bevor man auf “Enter Device” klickt muss man ganz unten das vierte Symbol “Me” anklicken…
  14. Die Horizontline oder das Horizontbild kann man nicht individuell einstellen. Es wird immer ein Standard Horizontbild angezeigt, was zu den geografischen Koordinaten passt, aber nicht weiter ge-customized werden kann.   (Evtl. SSH auf die ASIAIR???)

Abbildung 1: ASIAIR Firmware Update (pCloud: 20240731_ASIAIR_111618.jpg)

Der Firmware-Update hängt bei 30%. Nach 30 Minuten warten habe ich abgebrochen. Trotzdem hat alles funktioniert.

Abbildung 2: ASIAIR WiFi Station Mode (pCloud: Asiair 20240801 111649.jpg)

Abbildung 3: ASIAIR: Mount (pCloud: Asiair 20240801 111649.jpg)

Abbildung 4: ASIAIR Modus Auswahl (pCloud: Asiair 20240801 102626.jpg)

Abbildung 5: ASIAIR Belichtungszeiten im Focus Mode (pCloud: Asiair 20240801 104542.jpg)

Abbildung 6: ASIAIR Belichtungszeiten im Video Mode (pCloud: Asiair 20240801 111256.jpg)

Abbildung 7: Fokussieren: Fast und Slow (pCloud: Asiair 20240801 105506.jpg)

Abbildung 8: Fokussieren: Schrittweiten “Fine” und “Coarse” (pCloud: Asiair 20240801 121054.jpg)

Fragen und Antworten zum ASIAIR

WLAN/WiFi:  nicht nur als Access Point, sondern auch als Client?

Das geht mit: WiFi -> WiFi Settings -> Station Mode (im Gegensatz zum “AP Mode”)

Motor Focusser

Es wird der ZWO EAF unterstüzt.

Zunächst ist das ein manueller Motorfokusierer; es gibt auch einen Autofokus

Polar Alignment

Mit Sicht auf den Polarstern: ja (macht Platesolving)

Ohne Sicht auf den Polarstern: Experimental Feature -> All-Sky Polar Align

ASIAIR App

Gibt es offiziell nur für iOS und Android und nicht für Windows.
Bei Windows wäre ein Android Emulator z.B. BlueStacks erforderlich.
Die aktuelle Version ist: 2.1.5 vom 19.6.2024 und benötigt Android 8.1.0 oder neuer
Mein SmartPhone hat Android 13
Mein Tablet hat Android 5.1.1

Meine vier Schritte zur Nutzung der ASIAIR remote über VPN

Schritt 1: Die ASIAIR macht einen WLAN Access Point auf; mein Smartphone verbinde ich mit diesem Access Point und auf dem Smartphone habe ich die ASIAIR-App.

Schritt 2: Anstatt mich mit dem Access Point der ASIAIR zu verbinden, schalte ich die ASIAIR um auf den sog. “Station Mode” und lasse die ASIAIR sich dann in mein häusliches WLAN einmelden. Unverändert kann ich dann mit meinem SmartPhone über das häusliche WLAN die ASIAIR-App verwenden.

Schritt 3: Anstatt mit dem Smartphone zu arbeiten, nehme ich einen “normalen” Windows-Laptop auf dem ich einen Android-Emulator (hier: Bluestacks) installiert habe. Bluestacks emuliert dann ein Anroid-SmartPhone und die ASIAIR-App läuft dann auf meinem häuslichen Windows-Laptop.

Schritt 4: Anstatt das Netzwerk des häuslichen WLANs zu benutzen, nehme ich jetzt das Internet von einen beliebigen Ort auf der Welt (also remote).
Meinen Windows-Computer verbinde ich mit dem Internet.
Dann baue ich einen VPN-Tunnel auf zwischen meinem Windows-Laptop und meinem häuslichen WLAN, welches als VPN-Endpunkt eine FritzBox hat.
Auf meinem Windows-Laptop läuft dann ein VPN-Client (aus historischen Gründen nehme ich ShrewSoft dafür – ich probiere nun auch WireGuard aus). Auf menem Windows-Laptop benutze ich dann die ASIAIR-App wie oben gesagt über den Android-Emulator Bluestacks.

Video-Modus bei der ASIAIR

Der Video-Modus wird von der ASIAIR-App nur für ASI-Kameras angeboten (also nicht für DSLRs).

Die Einstellungen (Belichtungszeit, Gain etc.) sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Wichtig ist in der linken Leiste beim Video-Modus die Schaltfläche “ROI”. Dort kann man verschieden kleine Ausschnitte (Region of Interest) einstellen, wobei bei kleinem ROI die Framerate besser wird. Das ist wohl für Planetenaufnahmen ganz sinnvoll. Wenn man den Video-Modus anderweitig gebraucht (z.B. zum Fokussieren) ist ein kleinerer Bildausschnitt zunächst verwirrend; also dann vielleicht nit maximater ROI anfangen…

Autoguiding mit der ASIAIR

Autoguiding wird auch direkt von der ASIAIR gemacht es sieht so ähnlich aus wie PHD2 Guiding Vor jedem Guiding wird kalibriert.

Als “Camera” muss eine ASI-Kamera versendet werden.

Wenn man den Guiding-Tab angeklickt hat, muss man noch einen “Mount” angeben. Das ist in diesem Kontext das Guidingrohr.

Als “Montierung” (fürs Guiding) kann man bei ASIAIR angeben:

  • “On-Camera-ST4” wenn man über ST4 Guiden will. Dann muss man ein serielles Kabel benutzen, das vom ST4-Port der Montierung direkt zu Guiding-Kamera führt.
  • Nicht “On-Camera-ST4”,  sondern “Synscan” oder “EQMod Mount”. Dann benutze ich ein EQDir-Kabel, das vom Handbox-Port der Montierung zu einer USB-Buchse der ASIAIR führt.

Dithering mit der ASIAIR

Geht leider nur mit Autoguiding. Zum Autoguiding benötigt man eine zusätzliche ZWO-ASI-Kamera.

ASIAIR und SkySafari

und dann kann man über die Funktion “Sky Safari Bridge” die Montierung per Sky Safari Plus steuern

Flats, Darks, und Biases mit der ASIAIR

Wenn ich nun eine Fotosequenz eines Himmelsobjekts aufgenommen habe z.B. mit einem ASIAIR-Plan, benötige ich, bevor ich diese stacken kann noch sog. Kalibrations-Frames; d.h. Flats, Darks und Biases.